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Reisebüro soll 160 Kunden betrogen haben: Festnahme

Herten  

Reisebüro soll 160 Kunden betrogen haben: Festnahme

26.07.2019, 11:52 Uhr | dpa

Reisebüro soll 160 Kunden betrogen haben: Festnahme. Handschellen

Handschellen liegen auf eienem Tisch. Foto: Armin Weigel/Archivbild (Quelle: dpa)

Ab in den Urlaub - daraus wird vorerst nichts für rund 160 Kunden, die sich von einem Reisebüro in Herten betrogen fühlen. Dort soll der Betreiber hohe Buchungssummen selbst eingestrichen, nicht weitergeleitet oder Buchungen nach Bezahlung in bar wieder storniert haben, so die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Bochum.

Eine Woche lang war der mutmaßliche Betrüger abgetaucht, in der Nacht zu Freitag stellte er sich der Polizei. Er wurde vorläufig festgenommen. Ein Richter erließ am Nachmittag Haftbefehl wegen Betrugs, der unter Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde. Das teilte die Polizei mit.

Aufgeflogen war die Betrugsmasche bei einem Polizeieinsatz vor einer Woche, als sich aufgebrachte Kunden vor dem Reisebüro versammelt hatten. Der 39 Jahre alte Betreiber war jedoch nicht da, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage erklärte. Aus dem Einsatz habe sich eine Betrugsanzeige ergeben - mit insgesamt etwa 160 Geschädigten, die nun um ihren Sommerurlaub bangen müssten.

Der Tatverdächtige soll nach ersten Ermittlungen hohe, teils vierstellige Buchungssummen abgezweigt haben, zum Beispiel indem er Barzahlungen kassierte, aber nicht an den Reiseveranstalter weiterleitete. In anderen Fällen habe er vermutlich Reisen trotz Bezahlung nicht ordnungsgemäß gebucht oder sie wieder storniert. Viele Kunden hätten das jetzt kurz vor Reiseantritt erst bemerkt, da ihre Unterlagen nicht vollständig waren oder Tickets fehlten, so der Polizeisprecher.

Die Behörden ermitteln nun, wohin das Geld geflossen ist. Die genaue Schadenssumme war den Angaben nach noch nicht bekannt. Laut Medienberichten geht es um mehr als eine Million Euro.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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