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Kontaminiertes Wasser aus Erdölbohrung läuft ins Grundwasser

Emlichheim  

Kontaminiertes Wasser aus Erdölbohrung läuft ins Grundwasser

29.07.2019, 21:05 Uhr | dpa

Durch ein marodes Rohr in einem Erdöl-Bohrloch in Emlichheim (Grafschaft Bentheim) sollen über Jahre zwischen 140 000 und 220 000 Kubikmeter kontaminiertes Wasser ausgelaufen sein. Das sogenannte Lagerstättenwasser sei an der Stelle auch ins Grundwasser gelaufen, teilte das niedersächsische Wirtschaftsministerium am Montag mit. Dort werde aber kein Trinkwasser entnommen.

Der Chef der FDP-Fraktion im Landtag, Stefan Birkner, umfassend über mögliche Umweltgefahren im Zusammenhang Bohrlöchern zu informieren. "Woher wissen wir denn, dass das nicht an anderer Stelle dann auch der Fall ist? Liegt da möglicherweise eben ein Defizit in der Überwachung vor? Und ist zu befürchten, dass wir an anderen Stellen ein ähnliches oder schlimmeres Problem womöglich haben dazu", sagte Birkner radio ffn. Die FDP werde entsprechende Anfragen im Parlament stellen.

Lagerstättenwasser entsteht bei der Förderung von Erdöl. In diesem Fall besteht es den Angaben zufolge aus Wasser, gelösten Salzen, Resten von Kohlenwasserstoffen und geringen Mengen Schwermetall. Nach Angaben von Andreas Sikorski, Präsident des Landesamts für Bergbau und Geologie, besteht keine akute Gefahr für die Menschen in der Region.

Laut Ministerium hatte der Betreiber der Bohrung, das Öl- und Gasförderungsunternehmen Wintershall DEA, einen Gutachter damit beauftragt, das Ausmaß der Verschmutzung zu analysieren. Mit neuen Tiefenbohrungen sollen dann weitere Untersuchungen folgen. In dem betroffenen Bohrloch soll von Januar 2014 bis zur Stilllegung im Oktober 2018 kontaminiertes Wasser ausgelaufen sein. Wegen der Stilllegung sollen weitere Verschmutzung nicht mehr auftreten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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