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Oranienburg wird Modellregion für Bombenentschärfungen

Oranienburg  

Oranienburg wird Modellregion für Bombenentschärfungen

30.07.2019, 04:03 Uhr | dpa

Oranienburg wird Modellregion für Bombenentschärfungen. Eine entschärfte Bomben liegt auf einer Transportpalette

Bombenentschärfung in Oranienburg. Foto: Julian Stähle/Archivbild (Quelle: dpa)

Oranienburg nördlich von Berlin ist stärker als viele andere Städte von Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg betroffen - viele lagern noch immer dort. Die Stadt soll nun eine bundesweit einmalige Modellregion für Bombenentschärfungen werden. Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Ministerpräsident Dietmar Woidke (beide SPD) starten das Projekt heute.

Die Beseitigung von Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg soll damit nach Angaben der Brandenburger Staatskanzlei forciert werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei kann testweise für drei Jahre auf städtischem Gebiet zusätzliche Aufgaben übernehmen - das reicht von der Auskunft über einen Verdacht bis zu Kontrollen.

Brandenburg weist den höchsten Anteil an munitionsbelasteten Gebieten aller Bundesländer auf. Das Bergen ist kostenintensiv. Seit 1991 hat Brandenburg rund 400 Millionen Euro für die Beseitigung von Kampfmitteln aufgewendet. Der Bund hatte sein Programm zur Unterstützung der Länder bei der Beseitigung von Kampfmitteln der Alliierten im vergangenen Jahr verlängert - es läuft nun bis 2021.

Bundesweit ist nach Angaben der rot-roten Brandenburger Landesregierung keine Region bekannt, in der so konzentriert Bomben der ehemals Alliierten mit chemischen Langzeitzündern abgeworfen worden sind wie in Oranienburg. In Oranienburg haben die Alliierten von 1940 bis 1945 mehr als 21 000 Spreng- und Brandbomben abgeworfen. Rund 300 Großbomben werden noch heute im Boden vermutet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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