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Leichtes Minus beim Umschlag der Häfen im ersten Halbjahr

Stralsund  

Leichtes Minus beim Umschlag der Häfen im ersten Halbjahr

31.07.2019, 13:47 Uhr | dpa

Leichtes Minus beim Umschlag der Häfen im ersten Halbjahr. Seehafen Stralsund

Ein Containerschiff liegt im Seehafen von Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern). Foto: Stefan Sauer/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Gesamtumschlag der Häfen in Mecklenburg-Vorpommern ist im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zu Vorjahreszeitraum geringfügig gesunken. Der Geschäftsführer des Seehafens Stralsund, Sören Jurrat, sagte am Mittwoch beim Besuch von Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD), der Landeshafenverband rechne mit 2 bis 3 Prozent weniger. Einer der Gründe sei der bevorstehende Brexit. So habe Großbritannien in diesem Jahr 113 000 Tonnen weniger Gips abgenommen. Insgesamt würden pro Jahr in Stralsund 750 000 Tonnen Gips umgeschlagen, der als Nebenprodukt bei der Braunkohleverstromung anfalle. Auch andere Häfen hätten in diesem Jahr einige Sondereffekte wie mehr Rohöltransporte in Rostock aufgrund der Verunreinigung in der russischen Drushba-Trasse.

In Stralsund wurden laut Jurrat weniger Baustoffe und Stahl umgeschlagen. Im vorigen Jahr hätten die neu gestarteten MV-Werften sehr viel Stahl gekauft, der nun erst verarbeitet werde. Weitere Umschlagprodukte seien Schrott, Getreide, Düngemittel, Stammholz und Tiefkühlfisch aus Schottland.

Minister Pegel, der seine Sommertour in dieser Woche mit Besuchen der vier größten MV-Häfen Stralsund, Wismar, Rostock und Sassnitz fortsetzt, erwartet, dass der leichte Umsatzrückgang innerhalb der normalen Schwankungsbreite liegt. Er sei mit der Entwicklung der Häfen nach dem Einbruch in der Wirtschaftskrise 2008 relativ zufrieden.

Als Hemmnis für die Entwicklung des Stralsunder Hafens wird die Versandung der Fahrrinnen gesehen. Bereits seit 2015 gebe es deutliche Einschränkungen, sagte Jurrat. Die früher 80 Meter breite und 7,5 Meter tiefe Hauptzufahrt sei auf 60 Meter Breite und 6,10 Meter Tiefgang reduziert. Die Schiffe könnten deutlich weniger laden. "Das kann man keiner Reederei mehr erklären", sagte er. Das zuständige Bundesverkehrsministerium habe bislang nur Versprechen gemacht. Zu DDR-Zeiten seien die Fahrrinnen aller zwei Jahre ausgebaggert worden, der Sand sei zur Strandaufspülung auf Hiddensee oder Zingst genutzt worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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