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Gang über Oderbrücke: Maas und Woidke besuchen Doppelstadt

Frankfurt (Oder)  

Gang über Oderbrücke: Maas und Woidke besuchen Doppelstadt

05.08.2019, 16:29 Uhr | dpa

Gang über Oderbrücke: Maas und Woidke besuchen Doppelstadt. Maas und Woidke besuchen Frankfurt (Oder)/Slubice

Außenminister Heiko Maas (l., SPD) und Dietmar Woidke (SPD), Brandenburgs Ministerpräsident, im Collegium Polonicum. Foto: Patrick Pleul (Quelle: dpa)

Die Stadtbrücke von Frankfurt (Oder) ins polnische Slubice ist am Montag wie so oft belebt - Alltagsverkehr. Menschen, die von Slubice nach Frankfurt (Oder)laufen oder fahren - Frankfurter, die auf die polnische Seite wollen. Auch Berliner und Potsdamer Politikerprominenz reiht sich in den Strom der "Grenzgänger" ein. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) informieren sich bei einem Besuch in Slubice über die Zusammenarbeit zwischen polnischer und deutscher Seite und führen Gespräche mit den Stadtoberhäuptern beider Städte, Rene Wilke (Linke) und Mariusz Olejniczak.

Woidke bezeichnete die Doppelstädte an der deutsch-polnischen Grenze als wichtige Motoren für das Zusammenwachsen Europas. Im Mai hätten beide Städte den gemeinsamen Handlungsplan bis 2030 fortgeschrieben. Damit seien sie Vorreiter in der Grenzregion, erklärte Woidke. "Hier wird modellhaft gezeigt, wie die Zusammenarbeit mit Polen konkret werden kann durch zweisprachige Kitas, Polnisch an Schulen, die Europa-Universität Viadrina oder grenzüberschreitende Verkehrsverbindungen." Von 2020 bis 2030 sind in Frankfurt (Oder) und Slubice den Angaben zufolge weitere Vorhaben unter anderem zur nachhaltigen grenzüberschreitenden Stadtentwicklung geplant. Woidke ist auch Polen-Beauftragter der Bundesregierung.

Bundesaußenminister Heiko Maas bezeichnete beide Städte als ein Musterbeispiel für die gelebte Freundschaft zwischen Deutschland und Polen. "Der Weg von Frankfurt über die Stadtbrücke nach Slubice ist kürzer als so mancher Flur im Auswärtigen Amt", erklärte er.

Bei einem anschließenden Besuch am Karl-Liebknecht-Gymnasium in Frankfurt (Oder) wurden die Politiker von deutschen und polnischen Schülern mit viel Beifall empfangen. Maas bezeichnete die Doppelstadt Frankfurt (Oder)/Slubice als ein Stück Europa, das außerordentlich ermutigend sei. Auf seinen Reisen versuche er immer Beispiele für ein zusammenwachsendes Europa zu finden. Das sei gar nicht so einfach. "Aber hier ist es einfach", sagte der Außenminister mit Blick auf die Städte auf beiden Seiten der Oder. Das finde er ganz großartig. An dem Gymnasium werden seit 1992 deutsche und polnische Schülerinnen und Schüler von der 10. Stufe an in gemeinsamen Klassen und Kursen unterrichtet.

Am Nachmittag informierten sich Maas und Woidke über die Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums in Frankfurt (Oder). Die Einrichtung wurde vor gut drei Monaten eröffnet und soll als Anlaufstelle für alle nichtdeutschen Zuwanderer dienen. Die Einrichtung will Beratungen bündeln und Kontakte vermitteln. Neuankömmlinge aus anderen Ländern sollen nach Angaben der Stadt nicht von einer Behörde zur nächsten laufen müssen, um Wohnung oder Job zu finden. Das Angebot richtet sich ausdrücklich nicht nur an Flüchtlinge, sondern auch an Arbeitsmigranten und Zuzügler aus dem Nachbarland Polen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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