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Kommunen schlagen Alarm: Überforderte Helfer in Wahllokalen

Schwerin  

Kommunen schlagen Alarm: Überforderte Helfer in Wahllokalen

06.08.2019, 15:03 Uhr | dpa

Kommunen schlagen Alarm: Überforderte Helfer in Wahllokalen. Wahlschein

Eine Wählerin wirft ihren Wahlschein in einem Wahllokal in die Wahlurne. Foto: Bodo Schackow/Archiv (Quelle: dpa)

16-Stunden-Schichten im Wahllokal, Stimmenauszählung bis weit nach Mitternacht, umständlich auszufüllende Protokolle - die Kommunalwahl am 26. Mai hat einige Helfer an den Rand des Nervenzusammenbruchs geführt. Das berichtete Klaus-Michael Glaser vom Städte- und Gemeindetag am Dienstag nach einer Auswertungsveranstaltung der Wahlleitungen. "Es gab dramatische Schilderungen über den Ablauf am 26. und 27. Mai dieses Jahres."

Tapetenartige Stimmzettel für die Europa- und Kreistagswahlen sowie die Wahlscheine, die bei der stark gewachsenen Zahl der Briefwähler zusätzlich kontrolliert werden mussten, hätten zu ungültigen Stimmen und mehrmaligen Auszählungen geführt.

Teilweise hätten Wahlvorstände bis nachts um zwei Uhr und länger gearbeitet, um die Ergebnisse fertigzustellen, die Protokolle zu kontrollieren und die Wahlunterlagen so einzupacken, dass sie am nächsten Vormittag bei den Kreiswahlleitungen abgegeben werden konnten. Mitarbeiter und ehrenamtliche Wahlvorstände seien bis zu 16 Stunden im Einsatz gewesen. "Erstere mussten nach wenigen Stunden Schlaf mit ihren eigenen PKWs Wahlunterlagen an die Kreise weiter liefern."

Der Städte- und Gemeindetag forderte eine deutliche Vereinfachung der Wahl im Jahr 2024 sowie Unterstützung bei der Rekrutierung zusätzlicher Wahlhelfer. Die mangelnde Bereitschaft von Bürgern, in Wahlvorständen mitzuarbeiten, sei das Hauptproblem, sagte Glaser. Auch könne eine Abkopplung der Europa- von der Kommunalwahl sinnvoll sein, weil dann die Stimmen schneller ausgezählt seien.

"Unsere Wahlleitungen, gerade im kreisangehörigen Raum, haben von vielen langjährigen Wahlhelfern gehört, die in den nächsten Jahren nicht mehr zur Verfügung stehen. Diese Wahlnacht habe ihnen gereicht", sagte Glaser. Die Wahl zu den Gemeindevertretungen und Kreistagen hatte zusammen mit der Europawahl stattgefunden. Vielerorts wurden zusätzlich Bürgermeister gewählt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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