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Arbeit an kulturpolitischen Leitlinien geht auf Zielgerade

Schwerin  

Arbeit an kulturpolitischen Leitlinien geht auf Zielgerade

06.08.2019, 16:45 Uhr | dpa

Die Kulturschaffenden in Mecklenburg-Vorpommern erhoffen sich von den angekündigten kulturpolitischen Leitlinien eine deutlich bessere Zusammenarbeit mit dem Land. Die wichtigsten Ziele seien dabei mehr Transparenz in der Kulturförderung, finanzielle Planungssicherheit für Künstler und Einrichtungen sowie eine stärkere Einbeziehung in Entscheidungsprozesse, sagte der Vorsitzende des Landeskulturrats, Michael Körner, am Dienstag in Schwerin. Gemeinsam mit Kulturministerin Bettina Martin (SPD) zog er eine positive Zwischenbilanz bei der Erarbeitung der kulturpolitischen Leitlinien.

Seit Anfang dieses Jahres waren auf vier Regionalkonferenzen Handlungsempfehlungen entwickelt worden, die nun zu 10 bis 12 Leitlinien zusammengefasst werden sollen. Das Gesamtkonzept soll nach Angaben Martins Anfang 2020 auf einer Landeskulturkonferenz vorgestellt werden und dann Grundlage einer "konzeptgeleiteten Kulturpolitik" sein. "Wir wollen genreübergreifende Kooperationen erleichtern, die Qualität der Kulturförderung erhöhen und die Wahrnehmung von Kunst und Kultur im Land verbessern", erläuterte Martin, die das Ressort erst Mitte Mai übernommen hatte. Im Fokus solle vor allem die freie Kulturszene stehen.

Die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger, zeigte sich erfreut, dass auch Forderungen ihrer Partei aufgegriffen würden. Dazu zählten die Stärkung der Kulturwirtschaft, Regelungen zur Honorarhöhe bei Kulturprojekten oder auch kostenfreier Zutritt zu ausgewählten Kultureinrichtungen. "Leider haben die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt, dass von diesen richtigen und wichtigen kulturpolitischen Vorhaben nach Kabinettssitzungen meist nicht mehr viel übrig ist", schränkte Kröger ein. Das Land müsse vor allem Kreise und Städte finanziell so ausstatten, dass sie das nötige Geld für Kultur ausgeben könnten, ohne dass die Zwangsverwaltung drohe.

Ministerin Martin hob die breite Beteiligung von Künstlern und Verbandsvertretern an der Leitlinien-Diskussion hervor. Bei den vier Regionalkonferenzen seien insgesamt 350 Teilnehmer gezählt worden. Neben Kulturschaffenden, Museumsdirektoren sowie Vertretern von Vereinen und Verbänden waren darunter auch Experten aus dem Kulturtourismus und der kulturellen Bildung.

Erste Neuerungen seien bereits in die Wege geleitet. Martin verwies auf die am Freitag in Schloss Bothmer (Nordwestmecklenburg) eröffnete erste Landeskunstausstellung. Nach ihren Worten erhalten dabei Künstler aus dem Land die Möglichkeit, in Schlössern in Landesbesitz ihre Kunst einem breiten Publikum zu präsentieren. Damit würden auch die Ausstellungsorte stärker in das Besucherinteresse gerückt.

Laut Ministerin stellt das Land neben der Förderung von Theatern und Museen jährlich etwa zehn Millionen Euro für die Unterstützung von Kunst und Kultur bereit. Von 2020 an sollen die jahrzehntelang unveränderten Mittel um 2,5 Prozent im Jahr angehoben werden. "Diese Dynamisierung ist ein Paukenschlag, den die Kulturschaffenden im Land seit fast 30 Jahren erhofft und erwartet haben", sagte Körner. Nach seinen Worten sind im Landeskulturrat etwa 30 Kunst- und Kulturverbände vertreten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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