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Schweinehalter: Fleischsteuer füllt das Sommerloch

Damme  

Schweinehalter: Fleischsteuer füllt das Sommerloch

07.08.2019, 14:47 Uhr | dpa

Schweinehalter: Fleischsteuer füllt das Sommerloch. Heinrich Dierkes

Heinrich Dierkes, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) e.V. Foto: Friso Gentsch/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Schweinehalter in Deutschland haben die Forderung nach einer höheren Steuer auf Fleisch als Stückwerk kritisiert. "Die Fleischsteuer füllt das mediale Sommerloch", teilte die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) am Mittwoch mit. "Dabei sollte es zunächst einmal um das Gesamtkonzept für die Tierhaltung gehen, bevor man sich mit der Teilfrage der Finanzierung beschäftigt." Der ISN-Vorsitzende Heinrich Dierkes sagte, der Druck auf die Agrarbetriebe sei groß, aber es fehle an einer übergeordneten strategischen Steuerung in der Politik.

In einem Positionspapier fordern die Schweinehalter, das Bundeskanzleramt solle einen Dialog einleiten mit dem Ziel eines "Vertrages mit der Gesellschaft": "Dieser enthält - analog zur Energiewende - das Zielbild der in Deutschland gewünschten Nutztierhaltung und Veredlung sowie ein klares Umsetzungskonzept."

Agrarpolitiker von SPD und Grünen hatten sich zuvor dafür ausgesprochen, die Mehrwertsteuer auf Fleisch von 7 auf 19 Prozent zu erhöhen. Der Grünen-Politiker Friedrich Ostendorff sagte, das zusätzliche Geld solle für mehr Tierwohl eingesetzt werden. Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) lehnt den Vorstoß ab. Es sei zielführender, den Verbraucher zu schulen.

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter sitzt im niedersächsischen Damme und zählt fast 11 000 Mitglieder. Insgesamt gebe es in Deutschland mehr als 21 000 Schweinebetriebe.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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