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Unicredit kappt Ertragsziel: Aktie auf Talfahrt

Milano  

Unicredit kappt Ertragsziel: Aktie auf Talfahrt

07.08.2019, 14:52 Uhr | dpa

Unicredit kappt Ertragsziel: Aktie auf Talfahrt. Bankfiliale

Blick auf den Eingang einer Filiale des italienischen Geldhauses Unicredit. Foto: Lena Klimkeit/Archiv (Quelle: dpa)

Die italienische HypoVereinsbank-Mutter Unicredit kann ihre Ertragsprognose für 2019 nach einem schwachen zweiten Quartal nicht halten. Im laufenden Jahr rechnet die Großbank jetzt mit einem Rückgang um rund fünf Prozent auf 18,7 Milliarden Euro, wie sie am Mittwoch in Mailand mitteilte. Bislang hatte die Bank bei den Erträgen im laufenden Jahr 19 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Prognosen für den Gewinn, Kapital und Kosten bestätigte die Bank dagegen.

Unicredit kämpft wie Konkurrenten mit flauen Märkten und dem Zinstief. Im zweiten Quartal gingen die Erträge im Vergleich zum Vorjahr um fast fünf Prozent auf 4,5 Milliarden Euro zurück - auch in Deutschland schrumpfte das Geschäft. Die schwachen Zahlen vergraulten Anleger - die Aktie rutschte deutlich in Minus.

Wegen der schwachen Konjunktur musste die Bank die Risikovorsorge konzernweit um 41 Prozent auf 707 Millionen Euro erhöhen. Das war auch ein wichtiger Grund für den Rückgang des Betriebsergebnisses um fast ein Fünftel auf 1,36 Milliarden Euro.

Unter dem Strich zog der Gewinn allerdings um 81 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro an. Das ist aber nur auf eine Reihe von Sonderfaktoren wie den Erlös aus Spartenverkäufen zurückzuführen.

Zuletzt gab es Spekulationen über einen Abbau von bis zu weiteren 10 000 Stellen. Der als Sanierer anerkannte Bankchef Jean Pierre Mustier wollte dies nicht kommentieren. Die Bank beschäftigte zuletzt mit knapp 85 000 Mitarbeitern rund 2700 weniger als vor einem Jahr.

Ende 2015 hatte die Bank sogar noch rund 125 000 Angestellte und fast 7000 Filialen - die Zahl der Zweigstellen ging inzwischen auf rund 4500 zurück. Auch in Deutschland wurde das Netz ausgedünnt und die Mitarbeiterzahl reduziert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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