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Mit Verspätung bei Ostrale: Borjass-Künstler aus Iran

Dresden  

Mit Verspätung bei Ostrale: Borjass-Künstler aus Iran

08.08.2019, 15:06 Uhr | dpa

Fünf Wochen nach der Eröffnung ist auch die iranische Künstlergruppe Borjass zur Ostrale Biennale 2019 Dresden angereist. Die sieben Mitglieder haben wegen der aktuellen Sanktionen erst am Dienstag Visa für Deutschland erhalten, wie die zuständige Kuratorin bei der Internationalen Ausstellung zeitgenössischer Künste, Bettina Renner, am Donnerstag bei der Vorstellung sagte. Die Werke der drei Frauen und vier Männer sind schon länger da und erstmals überhaupt außerhalb des Irans zu sehen. Gemälde, Zeichnungen, Fotoarbeiten und eine Installation zeugen von Liebe und Gewalt, Alltag, Gesellschaft und inneren Gedankenwelten.

Ermöglicht hat die Präsentation die Stiftung Kunst und Musik für Dresden. "Wir können alles gebrauchen, was gut ist aus dem Ausland und die Tore zur Welt öffnet", sagte Vorstand Martina de Maizière. Künstlerische Perspektiven aus einem Land, in dem stets mit persönlichen Einschränkungen gerechnet werden müsse, seien spannend.

Die in der Kleinstadt Amol am Kaspischen Meer beheimateten Künstler freuen sich auf den Austausch mit Kollegen und Besuchern, Inspiration und Einblicke in die deutsche Gesellschaft, erklärte Hamid Asadzadeh, einer der Angereisten. Laut Renner werden sie auch die Gemäldegalerie Alte Meister besuchen, Künstler in Berlin treffen - und in Bautzen mit Jugendlichen Grafitti zum Thema Liebe schaffen. "Das hat in der Kulturtradition des Iran eine ganz andere Bedeutung."

Bei der Ostrale Biennale 2019 sind seit dem 3. Juli unter dem Leitwort "ismus" mehr als 300 Arbeiten von rund 180 Künstlern aus 34 Nationen in einer alten Tabakfabrik zu sehen. Das Kunstfestival wird maßgeblich aus der Privatwirtschaft und von Künstlern getragen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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