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Im Organspendeskandal freigesprochener Arzt will Millionen

Braunschweig  

Im Organspendeskandal freigesprochener Arzt will Millionen

09.08.2019, 02:52 Uhr | dpa

Im Organspendeskandal freigesprochener Arzt will Millionen. Schadensersatz fordernder Arzt

Der Arzt (r.) mit seinem Anwalt Jürgen Hoppe im Landgericht Braunschweig. Foto: Christophe Gateau (Quelle: dpa)

Gut vier Jahre nach seinem Freispruch im Prozess um den Göttinger Transplantationsskandal hat ein Arzt seine Schadenersatzforderung in Millionenhöhe vor Gericht verteidigt. Wegen der Untersuchungshaft habe er eine gut dotierte Stelle in Jordanien mit einem Monatsgehalt von 50 000 US-Dollar nicht antreten können, sagte der Chirurg am Freitag im Landgericht Braunschweig. In dem Zivilverfahren verlangt der frühere Leiter der Transplantationschirurgie an der Göttinger Universitätsklinik gut 1,2 Millionen Euro vom Land Niedersachsen.

Das Landgericht Göttingen hatte den Mediziner 2015 vom Vorwurf des elffachen versuchten Totschlags und der dreifachen Körperverletzung mit Todesfolge freigesprochen. Die Richter bescheinigten zwar eine verwerfliche Manipulation medizinischer Daten, die eine schnellere Zuteilung von Organen für seine Patienten bewirkt habe. Wegen der damaligen Rechtslage sah das Gericht aber keine Strafbarkeit. Der Bundesgerichtshof hatte sich dieser Auffassung angeschlossen und die Revision gegen den Freispruch zurückgewiesen.

Zum Auftakt des Zivilprozesses wollte der Richter von dem Mediziner vor allem wissen, warum es keinen schriftlichen Vertrag mit der Klinik in Jordanien gebe. Die Vereinbarung mit dem Fixgehalt sei mündlich per Handschlag getroffen worden, antwortete der Kläger. Von Januar 2013 an saß er etwa elf Monate in Untersuchungshaft.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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