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Opfer sagt in Prozess um Quälerei in Gartenanlage aus

Lalendorf  

Opfer sagt in Prozess um Quälerei in Gartenanlage aus

09.08.2019, 12:54 Uhr | dpa

Opfer sagt in Prozess um Quälerei in Gartenanlage aus. Landgericht Rostock

Das Schild am Landgericht Rostock. Foto: Bernd Wüstneck/Archivbild (Quelle: dpa)

Im Prozess gegen zwei Männer, die einen Gartennachbarn über Stunden misshandelt und gequält haben sollen, hat am Freitag das Opfer im Rostocker Landgericht ausgesagt. Der 39-Jährige aus Lalendorf (Landkreis Rostock) berichtete, dass die beiden 35 und 63 Jahre alten Angeklagten ihn beide mit Fäusten und einem Axtstiel geschlagen hätten. Ein in der Verhandlung verlesener Untersuchungsbericht der Rechtsmedizin kam zu dem Schluss, dass die Verletzungen zu dem beschriebenen Geschehen passten. Das Opfer erlitt unter anderem ein Schädelhirntrauma und Gesichtsfrakturen. Der Mann lag mehrere Tage auf der Intensivstation.

In einigen Aspekten verstrickten sich der homosexuelle Mann und sein Ehemann, der anschließend ausgesagt hatte, in Widersprüche. So sagte der 39-Jährige, er könne sich nicht erinnern, dass er wenige Tage vor der Tat schon von dem Angeklagten geschlagen worden sei und ein blaues Auge davon trug. Das betonte jedoch der Ehemann. Die Verletzung soll auch auf einem Foto zu erkennen sein, das in der Gartenlaube aufgenommen worden sein soll und dem Gericht vorgelegt wurde. Der Ehemann berichtete, dass das Opfer schon lange unter Gedächtnislücken leide.

Auch über andere Details des Tatgeschehens gab es Zweifel. So war sich das Opfer sicher, dass der 35-Jährige ihn mit einer Kettensäge der Marke Stihl bedroht habe. Der Angeklagte besitzt nach eigenen Angaben aber eine Säge einer anderen Marke, die sich zudem am Tattag nicht in der Gartenlaube befunden habe, wie er zum Prozessauftakt ausgesagt hatte. Einer der Verteidiger nannte die Aussage des Opfers "teilweise unrichtig".

Beim Prozessauftakt am Mittwoch hatten die beiden Angeklagten die Taten teilweise eingeräumt. Der 35-jährige Hauptbeschuldigte habe mehrfach auf den Mann eingeschlagen und ihn gezwungen, sich vollständig auszuziehen und nackt Holz zu hacken, was er mit seinem Smartphone filmte. Er trank während der Tat nach eigenen Worten Bier und konsumierte Kokain.

Der ältere Angeklagte hatte nur einen Schlag eingeräumt, was das Opfer in seiner Aussage am Freitag als Quatsch bezeichnete. Wenn der andere mutmaßliche Täter eine Pause machte, habe der 63-Jährige mit Fäusten und einem Axtstiel auf ihn eingeprügelt. Der Angeklagte bat am Freitag um Entschuldigung: "Es tut mir leid, dass alles so gekommen ist." Am Freitag sollten weitere Zeugen gehört werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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