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Anschlag auf Flüchtlingsheim: 18 Monate Bewährungsstrafe

Neuruppin  

Anschlag auf Flüchtlingsheim: 18 Monate Bewährungsstrafe

09.08.2019, 16:29 Uhr | dpa

Anschlag auf Flüchtlingsheim: 18 Monate Bewährungsstrafe. Justitia

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archivbild (Quelle: dpa)

In einem Revisionsprozess vor dem Landgericht Neuruppin ist ein 37-Jähriger wegen Beihilfe zur Brandstiftung auf ein Flüchtlingsheim zu einer Haftstrafe von 18 Monaten worden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Das teilte das Gericht am Freitag auf Nachfrage mit.

Im ersten Urteil vor dem Landgericht im Juli 2018 wurde der Mann zu zwei Jahren Haft auf Bewährung wegen gemeinschaftlicher versuchter schwerer Brandstiftung verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er gemeinsam mit einem 30-Jährigen in der Nacht zu Ostersamstag 2017 zwei Brandsätze auf ein Haus einer Flüchtlingsunterkunft in Kremmen (Landkreis Oberhavel) schleuderte. Bei dem Angriff wurde niemand verletzt.

Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf die Revision des Angeklagten hin jedoch auf. Der 37-Jährige sei nicht als Mittäter, sondern nur wegen Beihilfe zu verurteilen. Dem folgte das Landgericht in seinem Urteil jetzt. Außerdem verurteilten die Richter den 37-Jährigen wegen Beihilfe zur Herstellung, Besitz und Führen eines Brandsatzes.

Der andere Angeklagte war 2018 zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte Revision eingelegt. Sie war der Ansicht, der 30-Jährige habe mit Tötungsabsicht gehandelt und beantragte eine Verurteilung wegen versuchten Mordes und neun Jahre und drei Monate Haft. Das sah das Gericht damals anders und verneinte den Tötungsvorsatz. Dem schloss sich der BGH in seinem Urteil an.

Gegen das Urteil gegen den 37-Jährigen ist eine Revision möglich.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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