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Todesstoß von Voerde bleibt unfassbar: Noch kein Motiv

Voerde (Niederrhein)  

Todesstoß von Voerde bleibt unfassbar: Noch kein Motiv

10.08.2019, 09:26 Uhr | dpa

Todesstoß von Voerde bleibt unfassbar: Noch kein Motiv. Kerzen auf dem Bahnsteig in Voerde

Kerzen brennen am Abend auf dem Bahnsteig im niederrheinischen Voerde. Foto: Martin Gerten/Archivbild (Quelle: dpa)

Drei Wochen nachdem eine Frau in Voerde vor einen einfahrenden Zug gestoßen wurde, haben die Ermittler noch kein Motiv für die Tat gefunden. "Es gibt nach wie vor keinen irgendwie nachvollziehbaren Grund, warum er die Tat begangen hat", sagte der Duisburger Staatsanwalt Alexander Bayer. Er hoffe, dass sich der 28 Jahre alte Beschuldigte gegenüber dem psychiatrischen Sachverständigen äußere.

Der in Deutschland geborene Serbe habe bei einem ersten Termin mit dem Psychiater seine Bereitschaft angedeutet. "Da erhoffe ich mir auch eine Einlassung zur Sache, aber eben auch zu den Hintergründen", sagte Beyer. Dann könne man sehen, ob möglicherweise nicht doch eine psychische Erkrankung oder Traumatisierung eine Rolle spiele. "Das werden wir natürlich versuchen, so gut wie es geht aufzuklären", sagte Bayer.

Zeugen hatten geschildert, dass sich der Mann der ihm unbekannten 34-Jährigen von hinten genähert und sie wortlos ins Gleisbett gestoßen habe. Die Frau ist Mutter einer Tochter. Der mutmaßliche Täter sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Eine Blutuntersuchung hatte Hinweise auf einen Kokain-Konsum des 28-Jährigen ergeben. Ob der in Deutschland geborene Serbe aber die Tat unter Kokaineinfluss beging, müssen nach Angaben der Staatsanwaltschaft weitere Untersuchungen ergeben.

Der Mann ist Vater von neun Kindern. Mit seiner geschiedenen Frau hat er nach Angaben der Staatsanwaltschaft sieben Kinder und mit seiner neuen Partnerin zwei weitere. Für die Polizei war er auch schon vor der Tat kein Unbekannter. Er war unter anderem wegen Diebstahls, Körperverletzung und kleinerer Vergehen zu Geldstrafen verurteilt worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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