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Skandal um AfD-Besuchergruppe: Teilnehmer kommt vor Gericht

Neuruppin  

Skandal um AfD-Besuchergruppe: Teilnehmer kommt vor Gericht

12.08.2019, 15:22 Uhr | dpa

Skandal um AfD-Besuchergruppe: Teilnehmer kommt vor Gericht. Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Der Haupteingang zum ehemaligen Konzentrationslager, der heutigen Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen. Foto: Kristin Bethge/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach dem Skandal um eine Besuchergruppe der AfD vom Bodensee in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen muss sich ein Teilnehmer demnächst vor dem Amtsgericht Oranienburg (Brandenburg) verantworten. Die Neuruppiner Staatsanwaltschaft hatte am Montag zunächst mitgeteilt, dass die Behörde einen Strafbefehl gegen den Teilnehmer beantragt habe. Der Strafbefehl mit dem Ziel einer Geldstrafe laute auf den Tatvorwurf der Volksverhetzung und Störung der Totenruhe. Der Betroffene habe dagegen jedoch Einspruch eingelegt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft auf Nachfrage. Daher kommt es nun zum Prozess vor dem Amtsgericht.

Zur Höhe der beantragten Geldstrafe gab es keine Angaben. Das Ermittlungsverfahren gegen einen weiteren Beschuldigten sei mangels Beweisen eingestellt worden, so die Staatsanwaltschaft.

Die Besuchergruppe aus dem Wahlkreis Bodensee der AfD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Alice Weidel, war im Juli 2018 aus der Gedenkstätte verwiesen worden, weil Teilnehmer Tatsachen zum Massenmord der Nationalsozialisten in Abrede gestellt haben sollen, wie Stiftungssprecher Horst Seferens erklärte. Unter anderem soll die Existenz von Gaskammern negiert worden sein. Daraufhin hatte der Gedenkstättenführer die Tour abgebrochen und die Gruppe wurde von dem Gelände der Gedenkstätte verwiesen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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