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BASF-Chef: Warnung vor zu großer Arbeitsmarktregulierung

Ludwigshafen am Rhein  

BASF-Chef: Warnung vor zu großer Arbeitsmarktregulierung

12.08.2019, 17:01 Uhr | dpa

BASF-Chef: Warnung vor zu großer Arbeitsmarktregulierung. Das Werksgelände der BASF

Der Vollmond steht im Morgengrauen über dem Werksgelände der BASF. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv (Quelle: dpa)

BASF-Chef Martin Brudermüller hat die Bundesregierung zur Zurückhaltung bei Regulierungen des Arbeitsmarkts gemahnt. "Aus unserer Sicht ist es falsch, dass wir den Arbeitsmarkt immer mehr regulieren", sagte Brudermüller am Montag in Ludwigshafen bei einem Besuch der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD). Ausdrücklich nannte Brudermüller Einschränkungen bei der Zeitarbeit.

Brudermüller forderte mit Blick auf das geplante Klimaschutzgesetz außerdem Schritte gegen hohe Energiepreise. Positive Anreize seien zu erwarten, wenn CO2-Ausstoß finanziell belastet, Energie aber billiger gemacht werde.

Brudermüller verwies auf die weltweit schwierigen Rahmenbedingungen für den Chemiekonzern. Insbesondere beim Handelskonflikt zwischen den USA und China müsse man sich auf eine längere Dauer einstellen. Die Konjunktur schwäche sich ab und werde schwerer vorhersehbar. Er bekräftigte den Plan eines Abbaus von weltweit 6000 Stellen, davon der Hälfte in Deutschland.

Von 2020 bis 2030 gingen bei BASF jährlich rund 1000 Mitarbeiter in Rente, so Brudermüller. Nachwuchs sei dringend nötig, allerdings fehlten jungen Menschen oft Grundkenntnisse in Mathematik oder Deutsch. Die Länder müssten deshalb dringend aktiv und koordiniert gute Schulbildung vorantreiben.

Dreyer betonte, das geplante Klimaschutzgesetz solle nicht zu Lasten der Wirtschaft gehen. Heil versicherte: "Wir dürfen kein gebrochenes Verhältnis zur wirtschaftlichen Basis unseres Landes bekommen." Statt alles sozialrechtlich zu regeln, sei es besser, tarifvertragliche Strukturen zu stärken.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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