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Suchtstelle rät: Null Alkohol für Schwangere und Jugend

Hamm  

Suchtstelle rät: Null Alkohol für Schwangere und Jugend

13.08.2019, 05:52 Uhr | dpa

Suchtstelle rät: Null Alkohol für Schwangere und Jugend. Flaschen mit alkoholhaltigen Getränken

Ein junger Mann sitzt hinter Flaschen mit Alkohol. Foto: Jens Büttner/Archivbild (Quelle: dpa)

Bei Alkohol ist Deutschland ein "Hochkonsumland" und auch in Nordrhein-Westfalen trinken Experten zufolge viele Menschen in problematischen Mengen. Allein in der Altersgruppe der 18- bis 64-Jährigen nehmen bundesweit rund 7,8 Millionen Menschen in riskantem Maße Alkohol zu sich, wie die Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen mitteilte. Als riskant stuft die DHS bei Männern mehr als 24 Gramm Reinalkohol am Tag und bei Frauen mehr als 12 Gramm ein - bei zwei bis drei Tagen pro Woche ohne Alkohol. 24 Gramm Reinalkohol entsprechen 0,6 Litern Bier.

In Nordrhein-Westfalen werden 18,4 Prozent der Männer und 12,8 Prozent der Frauen als Risiko-Konsumenten bezeichnet. Das allerdings nach Zahlen des Deutschen Krebsforschungszentrums, das eine riskante Menge bereits bei mehr als 20 Gramm Reinalkohol (Männer) und mehr als 10 Gramm (Frauen) sieht.

Aber auch ein moderater Konsum von Alkohol unterhalb dieser Werte sei bereits mit einem Gesundheitsrisiko verbunden, betonten die Wissenschaftler der DHS in Hamm. Dieses falle noch höher aus, wenn zugleich Bewegungsmangel, Übergewicht, Medikamente oder Tabakrauchen ins Spiel kämen.

Schwangere sollten vollkommen auf Alkohol verzichten, mahnte die DHS. Die Realität sehe aber anders aus. Alkohol in der Schwangerschaft sei die häufigste Ursache für nicht vererbte, aber angeborene körperliche, geistige und seelische Behinderungen, sagte Vizegeschäftsführerin Christina Rummel. Schon kleinste Mengen könnten den Embryo schädigen - besonders die Entwicklung von Herz, Gehirn, Nieren, Wirbelsäule und Rückenmark. In Deutschland seien rund 10 000 Kinder jährlich bereits bei ihrer Geburt alkoholgeschädigt.

Auch für Heranwachsende sollte Alkohol völlig tabu sein. Der Konsum der wöchentlich mindestens einmal trinkenden Jugendlichen sei zwar deutlich gesunken, Grund zur Entwarnung gebe es aber nicht. So wurden nach jüngsten Zahlen (für 2017) mehr als 4900 junge Leute zwischen 10 bis 19 Jahren wegen alkoholbedingter Verhaltensstörungen stationär im Krankenhaus behandelt.

Zudem geht die Hauptstelle davon aus, dass bis zu 10 Prozent der Beschäftigten bundesweit auch am Arbeitsplatz Alkohol in problematischen Mengen zu sich nehmen. Das könne etwa zu Unfällen und Produktionsausfällen führen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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