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Kinderporno-Ring im Darknet zerschlagen

Rostock  

Kinderporno-Ring im Darknet zerschlagen

15.08.2019, 13:13 Uhr | dpa

Kinderporno-Ring im Darknet zerschlagen. Kinderpornographie

Hinter einem Laptop-Bildschirm wird der Schatten eines Mannes an die Wand geworfen. Foto. Lisa Forster/Archivbild Foto: Lisa Forster (Quelle: dpa)

Polizei und Staatsanwaltschaft in Mecklenburg-Vorpommern haben eine Darknet-Plattform mit Kinderpornos vom Netz genommen. Ein Verdächtiger, ein Nutzer der Plattform, konnte festgenommen werden, wie die Staatsanwaltschaft Rostock am Donnerstag mitteilte. Bei ihm handele es sich um einen Deutschen, der sein eigenes Kind sexuell missbraucht habe und den Angaben zufolge auch anderen zum Missbrauch anbieten wollte. Ein erster Hinweis auf die Plattform sei im Dezember 2017 anonym über die Onlinemeldestelle "Netzverweis.de" des LKA Mecklenburg-Vorpommern eingegangen.

Auf der Chat-Plattform im sogenannten TOR-Netzwerk hätten mehrere Hundert Nutzer aus mehreren Ländern Zugriff auf mehr als 200 000 illegale kinderpornografische Daten gehabt. Trotz der hochgradigen Verschlüsselung, die Plattformen im Darknet böten, sei es gelungen, mehrere Nutzer aus verschiedenen Ländern zu identifizieren. Zur Herkunft der Täter machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben. Der Server stand in einem Rechenzentrum in den Niederlanden. Die dortigen Behörden hätten die Inhalte gesichert.

Die Plattform sei am Dienstag vom Netz genommen worden. Wenn die Seite nun aufgerufen werde, erscheine eine Sperrseite der Sicherheitsbehörden. Wie die Staatsanwaltschaft berichtete, sind Ermittlungsverfahren im Bereich der Kinderpornografie in der Regel sehr aufwendig und können nur durch die internationale Kooperation zum Erfolg geführt werden. Denn die kriminellen Anbieter solcher Foren oder Marktplätze im Darknet nutzten Provider und Serverstandorte in verschiedenen Ländern, um den Ermittlungsbehörden die Identifizierung der Nutzer zu erschweren.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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