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Kulturerbe: Kamenzer Forstfest will auf Unesco-Liste

Kamenz  

Kulturerbe: Kamenzer Forstfest will auf Unesco-Liste

15.08.2019, 13:34 Uhr | dpa

Kulturerbe: Kamenzer Forstfest will auf Unesco-Liste. Kamenzer Forstfest

Festumzug von rund 1400 Schülern der Klassenstufen 1-11 aus den Kamenzer Schulen. Foto: Daniel Schäfer/Archivbild (Quelle: dpa)

Kamenz (dpa/sn) – Die Lessing-Stadt Kamenz will mit ihrem Forstfest ins bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen werden. Wie Thomas Käppler, Referent des Oberbürgermeisters, am Donnerstag auf Anfrage sagte, sollen die Antragsunterlagen bis Oktober fertiggestellt werden. Das Kamenzer Forstfest ist ein traditionelles Schul- und Heimatfest in der sächsischen Kleinstadt. Gefeiert wird es seit gut 175 Jahren, die Ursprünge reichen aber vermutlich bis ins 16. Jahrhundert zurück.

Der Antrag soll die Einzigartigkeit des Kamenzer Volksfestes unterstreichen, so Käppler. Eröffnet wird es in diesem Jahr am 16. August. An den Umzügen sind 1540 Mädchen und Jungen der Kamenzer Schulen beteiligt - sie sind in Weiß gekleidet und tragen Blumengirlanden und Fahnen von der Innenstadt bis in den Forst. Dabei singen sie traditionelle Heimatlieder. Die Kamenzer schmücken zum Fest ihre Häuser mit Ranken, Wimpelketten und Blumenkränzen. Bis zu 50 000 Gäste zieht die Tradition jährlich an.

Die Idee, das Forstfest als immaterielles Kulturerbe aufzunehmen, kam von den Bürgern. Der Stadtrat stimmte zu. Die Unterlagen für den Welterbe-Antrag gehen zunächst an das Wissenschaftsministerium. Nach einem positiven Gutachten hat die deutsche Unesco-Kommission das letzte Wort. "Wenn wir Glück haben, stehen wir vielleicht beim nächsten Forstfest schon auf der bundesweiten Liste des immaterielles Kulturerbes", so Käppler.

Zum immateriellen Kulturerbe in Deutschland gehört unter anderem der "Rheinische Karneval", die Bräuche und Feste der Lausitzer Sorben sowie die erst kürzlich aufgenommene Montanregion Erzgebirge. 

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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