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Unternehmerverband setzt auf Industrie-Kern-Ausstrahlung

Schwerin  

Unternehmerverband setzt auf Industrie-Kern-Ausstrahlung

15.08.2019, 17:41 Uhr | dpa

Unternehmerverband setzt auf Industrie-Kern-Ausstrahlung. MV Werften

Das Dock der Warnemünder Werft der MV Werften. Foto: Bernd Wüstneck/Archivbild (Quelle: dpa)

Mecklenburg-Vorpommerns Arbeitgeberpräsident Thomas Lambusch hat die Bedeutung industrieller Kerne für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes betont. "Die MV-Werften sind ein gutes Beispiel dafür, wie sich um einen Nukleus herum ein ganzer Wirtschaftsbereich mit vielen Zulieferern entwickeln kann", sagte Lambusch am Donnerstag bei der traditionellen "Stallwache" in Schwerin. Zum Jahresempfang der Unternehmervereinigung waren nach Veranstalterangaben rund 150 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in das Schloss der Landeshauptstadt gekommen.

Lambusch räumte ein, dass sich bislang nicht jede Hoffnung erfüllt habe wie bei dem Werftenverbund, dem ein malaysischer Großinvestor mit dem Bau von Kreuzfahrtschiffen ein neue Perspektive gegeben hatte. "Die Windkraftbranche hat für unser Land großes Potenzial. Doch haben veränderte politische Rahmenbedingungen die gute Entwicklung gebremst. Das hat Arbeitsplätze gekostet und auch zu einigen Insolvenzen geführt", beklagte der Verbandschef.

Der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW), Michael Hüther, verwies ebenfalls auf die Entwicklung der Werften, die nach vielen schwierigen Jahren wieder zu einem strukturbestimmenden Zweig im Nordosten geworden seien. "Sicherlich auch mit Glück, weil sich ein Akteur gefunden hat, der ein Marktsegment besetzt, das nach vorne weist", sagte Hüther.

Ungeachtet der Defizite und Unterschiede zu wirtschaftsstarken Regionen habe Mecklenburg-Vorpommern eine gute Entwicklung genommen. "Wir haben heute eine Arbeitslosenquote von unter sieben Prozent und die Erwerbsquote liegt bei 75 Prozent. Das sind Zahlen, die hätte man vor zehn Jahren nicht für möglich gehalten", sagte Hüther, der als Gast an der Veranstaltung teilnahm. Der Spitzenökonom riet aber auch zu Geduld: "Strukturwandel - ob in Ost oder in West - geht nicht von heute auf morgen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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