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Finanzierungspaket für Kreuzfahrtschiff-Bau geschnürt

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Finanzierungspaket für Kreuzfahrtschiff-Bau geschnürt

16.08.2019, 17:37 Uhr | dpa

Finanzierungspaket für Kreuzfahrtschiff-Bau geschnürt. Kreuzfahrtschiff

Bau neuer Kreuzfahrtschiffe möglich. Foto: Jens Büttner/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Bau von zwei riesigen Kreuzfahrtschiffen auf den MV Werften ist finanziell gesichert. Nach den Zusagen von Bund und Land habe ein internationales Konsortium unter der Führung der KfW IPEX-Bank ein Finanzierungspaket in Höhe von 2,6 Milliarden Euro "strukturiert", teilte die in malaysischer Hand befindliche Werftengruppe am Freitag in Wismar mit. Das Gesamtinvestitionsvolumen wurde mit knapp 3,1 Milliarden Euro beziffert.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) lobte den Mutterkonzern Genting: "Versprochenes wird aktiv in die Tat umgesetzt. Mit den Global-Schiffen und weiteren Schiffsneubauprojekten der Genting-Gruppe wird die Arbeit bei MV Werften weit in das nächste Jahrzehnt abgesichert."

Im April hatte der Finanzausschuss des Landtags die Freigabe von bis zu 375 Millionen Euro für Schiffbaubürgschaften bewilligt. Der Bund kommt für die gleiche Summe auf. Mit diesen Staatsgarantien werden Bankkredite abgesichert, die die MV-Werften in Rostock und Wismar für den Bau der beiden Kreuzfahrtschiffe benötigen. Als Bürge fungiert den Angaben zufolge außerdem das staatliche finnische Finanzunternehmen Finnvera.

Bereits im September 2018 war in Rostock-Warnemünde das erste Schiff der sogenannten Global Class auf Kiel gelegt worden. Es ist für den asiatischen Markt bestimmt und soll bis zu 9500 Passagieren Platz bieten. Zuvor waren in Rostock und Wismar vier kleinere Flusskreuzfahrtschiffe gebaut worden.

In Stralsund entsteht derzeit eine Großjacht für Expeditionen in die Polarregionen. Die Schiffsneubauten sorgen für Beschäftigung. So sei die Zahl der Mitarbeiter auf den drei Werften seit der Übernahme 2016 auf knapp 3000 gestiegen und damit mehr als verdoppelt worden.

Genting hat nach eigenen Angaben etwa 300 Millionen Euro in die Modernisierung der zum Verbund gehörenden Werften in Wismar, Rostock und Stralsund investiert. Inklusive Kaufpreis, Verlustausgleich und Schiffsentwicklung seien insgesamt 840 Millionen Euro geflossen.

"Aufgrund fehlender Bauplätze für Kreuzfahrtschiffe in den nächsten zehn Jahren haben wir uns bewusst dafür entschieden, in MV Werften zu investieren, um rechtzeitig Schiffe für unsere drei Kreuzfahrtreedereien zu bekommen", begründete Tan Sri Lim, Vorstandsvorsitzender von Genting Hong Kong, die Werftenübernahme.

Staatliche Bürgschaften galten im Schiffbau jahrzehntelang als üblich, kamen aber nach dem Einbruch im deutschen Containerschiffbau in die Kritik. Nach der Insolvenz der P+S-Werften 2012 blieb Mecklenburg-Vorpommern auf rund 270 Millionen Euro an Verbindlichkeiten sitzen, und auch der Bund musste für von ihm verbürgte Kredite aufkommen. Daraufhin hatte der Landtag in Schwerin eine Deckelung des Bürgschaftsrahmens auf maximal 400 Millionen Euro beschlossen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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