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100 Jahre Volkshochschulen in MV: Kursleitermangel

Schwerin  

100 Jahre Volkshochschulen in MV: Kursleitermangel

17.08.2019, 09:05 Uhr | dpa

100 Jahre Volkshochschulen in MV: Kursleitermangel. Volkshochschule Vorpommern-Rügen

Der Sitz der Volkshochschule Vorpommern-Rügen. Foto: Stefan Sauer (Quelle: dpa)

Die Volkshochschulen in Mecklenburg-Vorpommern feiern ihr 100. Gründungsjubiläum in diesem Jahr mit einer Festveranstaltung am 11. September in Schwerin und der ersten "Langen Nacht der Volkshochschulen" am 20. September. Dabei soll die ganze Vielfalt der Volkshochschulangebote präsentiert werden, wie die Direktorin des Volkshochschulverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Ines Poloski-Schmidt, der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Diese Vielfalt reiche von Kursen zum Nachholen von Schulabschlüssen bis hin zu Wassergymnastik, Fremdsprachen, Pilates und ayurvedischer Küche. Elf Volkshochschulen im heutigen Mecklenburg-Vorpommern wurden nach Worten von Poloski-Schmidt 1919 gegründet, weitere im Jahr darauf. Daran soll eine Ausstellung erinnern, die in allen Volkshochschulen gezeigt werde. Sie gehe auf die Geschichte, Werte und Besonderheiten der Volkshochschulen ein.

An Kursleitern herrscht aktuell Mangel, wie Poloski-Schmidt sagte. Besonders akut sei dieser Mangel im Zweiten Bildungsweg, also in den Kursen, die zu Schulabschlüssen führen. "Wir kämpfen um Lehrkräfte", sagte die Verbandschefin. "Es mussten schon Kurse verschoben werden, weil zum Beispiel ein Mathematiklehrer fehlte." Mit einem Flyer soll an Schulen um Lehrer für die Abendkurse geworben werden. Doch die Pädagogen seien heute gut ausgelastet, sagte Poloski-Schmidt. Das sei in früheren Jahren, als viele Lehrkräfte wegen eingebrochener Geburten- und in der Folge Schülerzahlen nach der Wende in Teilzeit arbeiten mussten, ganz anders gewesen.

Im Jahr 2018 belegten gut 71 000 Teilnehmer die im Nordosten angebotenen Kurse der Volkshochschulen. Das sei ein leichter Rückgang, sagte Poloski-Schmidt. Während die Zahl der Jüngeren in den Volkshochschulen konstant bis leicht rückläufig sei, steige die Zahl der älteren Teilnehmer. Das liege auch am Zuzug von Senioren, etwa aus Hamburg. Das Volkshochschulpublikum ist überwiegend weiblich: Drei Viertel aller Teilnehmer im vergangenen Jahr waren Frauen.

Der stärkste Programmbereich an den Volkshochschulen ist nach Worten von Poloski-Schmidt die Gesundheit mit einem Drittel aller knapp 5500 Kurse im vergangenen Jahr. Es folgten Sprachen (32 Prozent aller Kurse) und der Bereich Kultur/Gestalten mit 16 Prozent. Auf die Bereiche Arbeit und Beruf, Politik, Gesellschaft, Umwelt sowie Grundbildung und Schulabschlüsse entfielen jeweils weniger als zehn Prozent aller Kurse.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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