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"Kuckucksbähnel": "Hauptsache, es qualmt, stinkt und dampft"

Neustadt an der Weinstraße  

"Kuckucksbähnel": "Hauptsache, es qualmt, stinkt und dampft"

17.08.2019, 09:41 Uhr | dpa

"Kuckucksbähnel": "Hauptsache, es qualmt, stinkt und dampft". "Kuckucksbähnel"

Das "Kuckucksbähnel" fährt zwischen Neustadt an der Weinstraße und Elmstein im Pfälzerwald. Foto: Stadtverwaltung Neustadt/Archivbild (Quelle: dpa)

Zum 35-jährigen Bestehen des "Kuckucksbähnel" im Pfälzerwald freuen sich die Betreiber der Museumsbahn über das anhaltende Interesse an dem Stück Industriegeschichte. "Familien kommen manchmal von weit her, um mit den Kindern die Fahrt zu genießen", berichtet Horst Kayser vom Eisenbahnmuseum Neustadt an der Weinstraße. Die Leidenschaft der Nostalgiepassagiere für die Bahn mit Dampflokomotive fasst der 82-Jährige so zusammen: "Hauptsache, es qualmt, stinkt und dampft." Der Museumszug ist seit Juni 1984 zwischen Lambrecht und Elmstein im Einsatz.

Personell werde es allerdings immer schwieriger, räumt Kayser ein. "Das ist ein Ehrenamt, da ist es meistens eng." Zudem sei es nicht leicht, Arbeiter für die Eisenbahn zu finden. "Wer lernt denn heute noch Heizer? Wir können da aber nicht jeden drauf stellen, die Leute brauchen eine Ausbildung", erzählt Kayser. Vieles mache der Verein selbst, auch technisch. "Wir tauschen etwa Rohre an der Lok aus, aber vieles darf nur ein Experte machen. Zum Glück gibt es noch Firmen dazu, etwa im Ruhrgebiet oder in Rastatt und Meiningen."

Die Landesregierung würdigte das "Kuckucksbähnel" einmal als "die Attraktion" im Elmsteiner Tal. Immerhin sei es als erste rheinland-pfälzische Museumseisenbahn in Betrieb gegangen. Die Zahl der Fahrgäste liegt einem Medienbericht zufolge bei durchschnittlich etwa 27 500 im Jahr.

Trotz der nostalgisch fauchenden Lokomotive: Die Betreiber sind auch umweltbewusst. "Wir versuchen mit Kohle zu fahren, die wenig dampft. Im Moment ist das russische Kohle", erläutert Kayser. Noch bis Mitte Oktober tuckert der Zug jeden Sonntag im Fahrradtempo durch die idyllische Landschaft. Im November und Dezember stehen dann die sogenannten Nikolausfahrten an.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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