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Wegen schlechten Wetters: Honigernte in Bayern bricht ein

Zirndorf  

Wegen schlechten Wetters: Honigernte in Bayern bricht ein

17.08.2019, 11:14 Uhr | dpa

Wegen schlechten Wetters: Honigernte in Bayern bricht ein. Bienen auf Honigwaben

Bienen sind auf einer Wabe voller Honig zu sehen. Foto: Patrick Pleul/Archivbild (Quelle: dpa)

Die bayerischen Imker haben in diesem Frühjahr heftige Ernteeinbußen hinnehmen müssen. Im Schnitt brachte jedes abgeerntete Bienenvolk in der sogenannten Frühtracht nur 12,5 Kilo Honig ein und damit ein Drittel weniger als vor einem Jahr (18,9 Kilo). Das ergab eine Umfrage des Mayener Fachzentrums Bienen und Imkerei in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Imkerbund. 2107 Imker aus Bayern hatten teilgenommen. Der Bundesschnitt lag bei 15,1 Kilo.

In Erwartung mickriger Ergebnisse hatte demnach jeder Dritte (35 Prozent) auf die Ernte verzichtet und den Honig im Bienenstock gelassen. Vor einem Jahr war das noch anders, da hatte kaum jemand verzichtet.

Stefan Ammon vom Landesverband Bayerischer Imker begründete die Einbußen mit dem Wetter. "Durch den Kälteeinbruch und das regnerische Wetter im Mai war eine Frühtrachternte in vielen Regionen Bayerns nicht möglich", sagte der Verbandsobmann. "Die Völker verbrauchten in dieser kalten Zeit den zuvor eingetragenen Honig." Bei schlechtem Wetter fliegen Bienen weniger umher und sammeln weniger Nektar.

Am schlechtesten schnitten Imker aus Mittelfranken ab mit nur 9,4 Kilo Honig pro abgeerntetem Volk (Frühtracht 2018: 17,6 Kilo). In Schwaben und in Oberbayern sah es kaum besser aus. In Oberfranken und in der Oberpfalz sah es mit 15,6 beziehungsweise 15,3 Kilo besser aus.

Wie die Gesamternte 2019 ist, ist noch unklar - Ergebnisse aus der Sommertracht liegen noch nicht vor. Ammon beklagte aber schon "starke Melezitoseeintragungen" - das heißt, im Sommer wurde der Honig mitunter sehr hart. Man spricht hier auch von "Zementhonig", der beim Schleudervorgang nur sehr schwer oder gar nicht aus den Waben rauszubekommen ist.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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