Sie sind hier: Home > Regional >

Maria-Schau lockt neue Besucher nach Wittenberg

Lutherstadt Wittenberg  

Maria-Schau lockt neue Besucher nach Wittenberg

18.08.2019, 09:39 Uhr | dpa

Die kulturhistorische Ausstellung zum Thema Maria hat nach Angaben der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt ein neues Klientel nach Wittenberg gelockt. "Die Schau mit einem eigentlich katholischen Thema am Ursprungsort der Reformation war ein Wagnis. Damit haben wir Neuland betreten", sagte der Direktor der Stiftung, Stefan Rhein, zum Ende der Schau am Sonntag. Es sei aber gelungen, etwa katholische Gemeinden aus Süddeutschland anzusprechen, die auch noch nie in Wittenberg waren.

Unter dem Motto "Verehrt. Geliebt. Vergessen. Maria zwischen den Konfessionen" wurden seit April rund 120 Exponate im Wohnhaus Martin Luthers (1483-1546) gezeigt. Skulpturen, Bilder, Grafiken und Schriften aus dem 15. und 16. Jahrhundert von 50 Leihgebern aus dem In- und Ausland gehörten dazu. Den Angaben zufolge wurden seit April rund 5000 Besucher gezählt.

Luther hatte der Überlieferung nach in Wittenberg am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel der Kirche an die Tür der Schlosskirche geschlagen. Das Ereignis gilt als Auslöser der weltweiten Reformation in Kirche und Gesellschaft. Laut Rhein sollte mit der Schau nicht das Trennende, sondern vor allem das Verbindende hervorgehoben werden. Luther selbst habe das Thema Maria sehr beschäftigt.

Mit Blick auf die weitere Arbeit der Stiftung sagte Rhein, es gelte die Lutherstätten weiter als außerschulische Lernorte zu stärken. So ist 2020 in Eisleben, wo Luther 1483 geboren wurde und 1546 auch starb, eine große Ausstellung geplant. Es gehe im Kern um das Thema Sprache und Sprechen. "Von Luther bis zu Fake News spannen wir den Bogen", sagte er. Hintergrund ist, dass der Reformator deutliche und auch deftige Worte benutzte. Die Wirkung von Worten sei bis heute von großer Bedeutung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal