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Wolfsburgs erster Sieg im Glasner-Stil

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Wolfsburgs erster Sieg im Glasner-Stil

18.08.2019, 13:21 Uhr | dpa

Wolfsburgs erster Sieg im Glasner-Stil. Jörg Schmadtke

Jörg Schmadtke, Geschäftsführer Sport beim VfL Wolfsburg, ist vor dem Spiel im Stadion. Foto: Swen Pförtner (Quelle: dpa)

Am Tag nach dem erfolgreichen Saisonstart saß Jörg Schmadtke gut gelaunt im Fernsehen. Der Geschäftsführer Sport des VfL Wolfsburg ist seit fast 35 Jahren im Profigeschäft. Er bewertet es nicht über, wenn mal ein erstes Saisonspiel gewonnen wird. Es bringt ihn auch nicht aus der Fassung, wenn ihn die Fans seines früheren Vereins im Stadion beschimpfen. Ein bisschen gefreut hat sich Schmadtke nach diesem ersten Spieltag aber trotzdem über das 2:1 (1:0) des VfL gegen den Bundesliga-Rückkehrer 1. FC Köln. "Dieser Sieg war wichtig für unsere Entwicklung", sagte der 55-Jährige am Sonntag in der Talksendung "Doppelpass" des TV-Senders Sport1.

Schmadtke hat erst seit gut einem Jahr das sportliche Sagen in der Fußball GmbH des Volkswagen-Clubs. Und bereits zum zweiten Mal erfinden sich die Wolfsburger in dieser kurzen Zeit fußballerisch neu. Vor einem Jahr machte sich der damalige VfL-Trainer Bruno Labbadia daran, aus einer Konter- eine "Ballbesitz-Mannschaft" zu formen, wie er immer sagte. Jetzt gibt sein Nachfolger Oliver Glasner wieder eine völlig neue Systematik vor, indem er die unermüdliche Jagd nach dem Ball und das Spiel in höchstem Tempo predigt.

Der Sieg gegen Köln hatte am Samstag auch deshalb eine Aussagekraft, weil er Glasner nicht nur einen erfolgreichen Einstand in der Bundesliga bescherte, sondern in Teilen auch wie eine Bestätigung des neuen Kurses wirkte. "Es war ganz wichtig für unseren Weg, mit einem Sieg zu starten", sagte der 44 Jahre alte Österreicher. "Vieles ist eine Frage des Mutes, der Aggressivität. Dass die Jungs das physisch draufhaben, haben sie in der zweiten Halbzeit gezeigt."

Dem 1:0 durch einen schönen Volleyschuss von Maximilian Arnold (16. Minute) ging noch eine verunglückte Kopfballabwehr des Kölners Florian Kainz voraus. Beim 2:0 durch Wout Weghorst (60.) aber setzten die "Wölfe" geradezu lehrbuchhaft die Vorgaben ihres neuen Trainers um. Xaver Schlager eroberte den Ball, legte sofort den Vorwärtsgang ein - und bediente Wolfsburgs Torjäger. "Dieser Sieg war sehr vielversprechend", sagte der Österreicher Schlager.

Den Mittelfeldspieler von RB Salzburg ließ sich der VfL im Sommer eine zweistellige Millionensumme kosten. Schlager ist mit erst 21 Jahren schon so etwas wie der Königstransfer der Niedersachsen, weil er mit der Spielweise seines neuen Trainers quasi aufgewachsen ist. "Man sieht bei Xaver Schlager: Nach einem Ballverlust versucht er, sofort den Ball zurückzugewinnen. Das macht er jetzt seit Jahren so, das ist einfach seine RB-Salzburg-DNA", sagte Glasner.

Der neue Chefcoach kann sich in Wolfsburg aber auch etwas zunutze machen, was schon sein Vorgänger Labbadia immer wieder lobte: die Lernwilligkeit und Lernbereitschaft dieses Teams. "Das wichtigste ist, dass die Tür in den Köpfen der Spieler offen ist. Und diesen Eindruck habe ich", sagte Glasner. "Die Spieler hören bislang sehr gut zu. Aber da werde ich auch nicht lockerlassen." Denn für ihn ist generell wichtig: "Erfolgreiche und zufriedene Menschen zeichnet es aus, dass sie immer dazulernen wollen und immer offen für Neues sind. Wenn wir Menschen das nicht wären, hätten wir jetzt keine Handys in der Hand, sondern würden immer noch auf Papier schreiben."

Solche Botschaften kommen offenbar an in der Wolfsburger Kabine. Das bestätigte der Sportchef am Sonntag auch beim "Doppelpass". "Vom Übermitteln des Stoffs her macht Oliver das sehr clever und sehr gut", sagte Schmadtke. "Er hat die Spieler vom ersten Tag an mitgenommen. Die Mannschaft ist fit, sie will und sie hat eine gute Mentalität. Das sind Dinge, auf denen man aufbauen kann."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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