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Nach schwerem Sturm in Brandenburg: Dörfer räumen auf

Beelitz  

Nach schwerem Sturm in Brandenburg: Dörfer räumen auf

19.08.2019, 13:11 Uhr | dpa

Nach schwerem Sturm in Brandenburg: Dörfer räumen auf. Sturmschäden in Klaistow

Teile einer Birke liegen auf dem Dach eines Hauses in Klaistow. Foto: Julian Stähle (Quelle: dpa)

Nach einem Sturm über Brandenburg hat in dem besonders schwer betroffenen Ort Klaistow bei Beelitz das Aufräumen begonnen. "Die Schäden sind beachtlich, fast alle Häuser in Klaistow sind betroffen, sieben davon schwer", sagte der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth (Unabhängiges Kommunalbündnis/Bürger Bündnis Beelitz) am Montag der Deutschen Presse-Agentur. In dem Dorf in Potsdam-Mittelmark wurden zahlreiche Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt, ein Carport stürzte ein.

"Der Sturm war nur eine bis anderthalb Minuten unterwegs. Da kann man sehen, was die Natur anrichten kann", sagte Knuth. Im Nachbarort Kanin stehe etwa die älteste Feldsteinkirche Brandenburgs. Mehrere Dachziegel seien abgedeckt worden. Auf der Landstraße zwischen Klaistow und Kanin seien acht Bäume entwurzelt worden. "Der Sturm hat es da aber gut gemeint, die Bäume sind nicht auf die Fahrbahn, sondern ein Feld gefallen", sagte Knuth.

Sein eigenes Haus war im Jahr 2007 von Orkan Kyrill beschädigt worden. Er könne die Lage der Betroffenen daher sehr gut nachvollziehen: "Man ist dem hilflos ausgeliefert". Die Feuerwehr habe aber hervorragende Arbeit geleistet, sagte er. Die Leute seien zudem gut organisiert, helfen sich gegenseitig. Alle Betroffenen konnten schon wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Mathias Gedicke, Ortsvorsteher von Klaistow, Kanin und Busendorf, war am Montag selbst vor Ort. "Alle sind gesund, das ist das Wichtigste für uns", sagte er. "Die Häuser sind sehr in Mitleidenschaft gezogen, aber die kann man reparieren, da sind wir fleißig dabei." Er schätzte, dass die Aufräumarbeiten noch zwei bis drei Tage in Anspruch nehmen.

Medien hatten zuvor berichtet, dass die Schäden in Klaistow von einen möglichen Tornado angerichtet worden waren. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach konnte bisher keine Anzeichen für eine solche Windhose finden. "Nach jetzigem Stand und nach Augenzeugenberichten handelte es sich um eine Gewitterfallböe", sagte DWD-Tornado-Experte Andreas Friedrich.

Diese treten viel häufiger in Deutschland auf als Tornados und reißen kalte Winde und Hagel aus höheren Wolkenschichten nach unten, wie Friedrich erklärte. Sie fegen demnach üblicherweise innerhalb weniger Minuten in Zugrichtung des Gewitters über das Land. Anhand der Schäden habe man sehen können, dass "sich nichts im Kreis gedreht hat". Die Böen hätten Schätzungen zufolge 120 bis 180 Stundenkilometer erreicht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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