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Aue-Präsident lässt Gründe für Trainer-Beurlaubung offen

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Aue-Präsident lässt Gründe für Trainer-Beurlaubung offen

20.08.2019, 09:03 Uhr | dpa

Aue-Präsident lässt Gründe für Trainer-Beurlaubung offen. Daniel Meyer und André Meyer

Aues beurlaubter Trainer Daniel Meyer (l) und der ebenfalls beurlaubte Co-Trainer André Meyer. Foto: Robert Michael/Archivbild (Quelle: dpa)

Das Gespräch mit der Mannschaft dauerte rund zehn Minuten. Anschließend stellte sich Helge Leonhardt vor der Kabine den Fragen der Journalisten. Doch eine schlüssige Erklärung über die Beurlaubung von Cheftrainer Daniel Meyer sowie dessen Bruder und Assistent André Meyer konnte der Präsident von Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue am Dienstag immer noch nicht liefern. "Wir hatten eine klare Vereinbarung getroffen, dass weitere Erläuterungen auch aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht gegeben werden. Wir leben in einer Zeit, in der alle Seiten rechtlich aufpassen müssen. Präsident und Vorstand haften persönlich für den Verein", sagte Leonhardt.

Der 60 Jahre alte Unternehmer, seine Vorstandskollegen und die Meyer-Brüder hatten sich am Montag in Chemnitz getroffen. "Es war ein sehr offenes Gespräch. Danach haben wir uns entschieden, die Beurlaubung vorzunehmen", sprach Leonhardt von einem "unangenehmen Thema". Sportliche Ursachen können aufgrund des guten Saisonstarts mit drei Siegen aus den ersten vier Pflichtspielen ausgeschlossen werden.

Spekulationen über Probleme im zwischenmenschlichen Bereich zwischen der Vereinsführung und dem beurlaubten Trainerduo wies Leonhardt ebenfalls zurück: "Es gab kein böses Blut mit den Meyers, jedenfalls nicht von meiner Seite. Wir pflegen immer noch ein sehr anständiges Verhältnis und wollen nach außen hin keine dreckige Wäsche waschen", betonte Leonhardt. "Wir haben auf die Situation hingewiesen, die gegenwärtig herrscht, auch bei den Meyers. Die bedauere ich unglaublich." Anfang August hatte Daniel Meyer eine gut einwöchige Auszeit wegen eines Todesfalls in der Familie genommen.

Für mehr Klarheit könnte eine gemeinsame Erklärung, in der sich der Verein und das beurlaubte Trainerduo zu den Umständen der Entscheidung äußern, sorgen. Laut Leonhardt werde daran gearbeitet. "Das ist mein Wunsch. Wenn wir auseinander gehen sollten, dann erhobenen Hauptes", wollte der Präsident eine Rückkehr der Meyer-Brüder auf Nachfrage zwar nicht ausschließen, doch dies gilt als sehr unwahrscheinlich.

Bis auf weiteres wird Marc Hensel das Training bei den Veilchen leiten. Der ehemalige Spieler soll auch im Heimspiel am Freitag (18.30 Uhr/Sky) gegen den VfB Stuttgart auf der Auer Bank sitzen. "Marc Hensel ist unser Interimstrainer. Wenn wir möchten, können wir noch Trainer aus dem Nachwuchsleistungszentrum hinzuführen. In den kommenden 14 Tagen werden wir dann eine Entscheidung treffen, wie es weitergeht", sagte Leonhardt.

Da der 33 Jahre alte Hensel nicht in Besitz der erforderlichen Fußball-Lehrer-Lizenz ist, hat der sächsische Club bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) eine Ausnahmegenehmigung beantragt. Trotz der Unruhe rund um den Verein hofft Leonhardt, dass sich das Team davon nicht anstecken lässt: "Deshalb bin ich auch zur Mannschaft gegangen und habe den Spielern die Situation in Ruhe erklärt - auch, dass gewisse Informationen reglementiert sind. Und ich habe ihnen gesagt, dass sie Profis und Angestellte des Vereins sind und sich einfach auf das Spiel gegen Stuttgart vorbereiten sollen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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