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Anwalt schildert Bluttat auf Parkplatz als Notwehr

Koblenz  

Anwalt schildert Bluttat auf Parkplatz als Notwehr

21.08.2019, 14:51 Uhr | dpa

Anwalt schildert Bluttat auf Parkplatz als Notwehr. Justitia

Die modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archivbild (Quelle: dpa)

Im Koblenzer Prozess um einen gewaltsamen Tod mit einem Jagdmesser auf einem Parkplatz hat der Anwalt des Hauptangeklagten Notwehr ins Spiel gebracht. Sein Mandant, ein 18-jähriger Deutscher, sei vom späteren Opfer "erheblich verletzt" worden und längere Zeit am Boden gelegen, sagte Eckhard Fischer am Mittwoch vor dem Landgericht. Möglicherweise habe sich sein Mandant dann mit einem "Messer reflexartig gewehrt", ergänzte der Verteidiger am zweiten Verhandlungstag. Der junge Deutsche könne sich nicht mehr genau daran erinnern. Er habe nie töten wollen.

Die Anklage geht von Totschlag aus. Demnach soll der 18-Jährige am 18. Februar in Sinzig im Kreis Ahrweiler vor einem Supermarkt einen 33-Jährigen im Streit mit einem einzigen Stich ins Herz getötet haben. Am ersten Verhandlungstag vorgeführte Videoaufnahmen einer Überwachungskamera zeigen in der Ferne in abendlicher Dunkelheit gegenseitiges Schubsen mehrerer Personen und wie ein Mann zu Boden geht.

Drei weitere Deutsche im Alter von 19, 20 und 24 Jahren sind wegen schwerer räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Das Quartett soll zuvor zwei Jugendliche mit dem Messer bedroht, sie geschlagen und fünf Euro geraubt haben. Die Männer sollen einen der Schüler gezwungen haben, von einem Geldautomaten 500 Euro abzuheben. Der mutmaßliche Messerstecher soll anschließend sein 33-jähriges Opfer vergeblich nach Drogen gefragt haben.

Die räuberische Erpressung der beiden Jugendlichen räumten der Hauptangeklagte und ein zweiter Mann ein. Ein weiterer Angeklagter sagte, das Messer habe er für Gartenarbeit und zum Angeln in seinem Auto gehabt. Der mutmaßliche Haupttäter habe es an sich genommen. Mehrere Angeklagte sprachen von Drogenkonsum vor den Taten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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