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Verletzter Hockenheimer OB sieht Verrohung der Gesellschaft

Hockenheim  

Verletzter Hockenheimer OB sieht Verrohung der Gesellschaft

23.08.2019, 00:42 Uhr | dpa

Verletzter Hockenheimer OB sieht Verrohung der Gesellschaft. Dieter Gummer

Das Handout zeigt Dieter Gummer, Oberbürgermeister von Hockenheim. Foto: Dany Schleicher/Stadtverwaltung Hockenheim/Handout (Quelle: dpa)

Der von einem Unbekannten schwer verletzte Oberbürgermeister Hockenheims, Dieter Gummer (SPD), sieht eine Verrohung der Gesellschaft. "Für mich ist klar, dass unsachlich geführte Debatten, falsche Behauptungen und eine aufwieglerische Sprache zur Verrohung beitragen", betonte Gummer auf die Frage, ob die AfD einen Anteil an dieser Tendenz habe. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) weist der AfD eine Mitschuld zu.

Gummer war am 15. Juli im Hof seines Hauses in Böhl-Iggelheim (Rheinland-Pfalz) angegriffen und niedergeschlagen worden. Der 67-Jährige erlitt Prellungen, Gehirnblutungen sowie einen Kieferbruch und wurde operiert. Gummer lag tagelang auf der Intensivstation und war vier Wochen in stationärer Behandlung. In drei Monaten müssten noch die beiden Titanplatten und die Verschraubungen an der Bruchstelle entfernt werden, erklärte Gummer. Körperlich sei er weitgehend wieder hergestellt. Allerdings fehle ihm die Erinnerung an die zwei Tage nach dem Angriff. Genesungswünsche aus der ganzen Republik hätten ihn und seine Familie sehr gefreut.

Der Politiker ist seit 2004 Oberbürgermeister der Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis und geht Ende August in den Ruhestand. Er wurde am Freitagabend offiziell verabschiedet.

Gummer war nach eigenen Worten von dem Angriff sehr überrascht. "Es gab in den letzten zehn Jahren keine mir bekannten Bedrohungen oder dergleichen." Die Kriminalpolizei habe ihn vor zehn Jahren nur einmal über eine Bedrohung informiert. Dies habe dann zu polizeilichen Vorsorgemaßnahmen geführt. "Oberbürgermeister sind Personen des öffentlichen Lebens. Daher sind Angriffe auf sie grundsätzlich möglich." Er würde gerne die Hintergründe dieser Tat erfahren. "Dann wäre es mir sicherlich leichter, das Geschehene noch besser als bisher verarbeiten zu können."

Motive im privaten Umfeld schloss er aus. Seinem Nachfolger Marcus Zeitler (CDU) werde er nicht zu besonderer Vorsicht raten. "Ich denke, dass in Hockenheim aus diesem Grund niemand besonders auf der Hut sein muss."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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