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Prozess um tödlichen Bahnsteig-Unfall tritt auf der Stelle

Neuhof  

Prozess um tödlichen Bahnsteig-Unfall tritt auf der Stelle

23.08.2019, 03:24 Uhr | dpa

Prozess um tödlichen Bahnsteig-Unfall tritt auf der Stelle. Landgericht Fulda

Ein Mikrofon auf der Anklagebank im Saal des Landgerichts in Fulda. Foto: Uwe Zucchi/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Aufarbeitung der Schuldfrage zum tödlichen Glatteis-Unfall einer Schülerin an einem Bahnsteig im osthessischen Neuhof ist am Freitag nicht vorangekommen. Eigentlich wurden am zweiten Prozesstag am Landgericht Fulda Aussagen von Angeklagten erwartet - doch daraus wurde nichts. Die Verhandlung konnte am Morgen nicht fortgesetzt werden, weil einer der Verteidiger weit entfernt im Stau stand. Als es am Mittag weitergehen sollte, war der Rechtsanwalt immer noch nicht eingetroffen. Mit einem hinzugezogenen Aushilfsverteidiger für einen der Angeklagten konnte die Verhandlung zumindest für einige Regularien fortgesetzt werden.

Kurioserweise musste die Anklage erneut vorgetragen werden. Denn beim Prozess-Auftakt am 6. August hatte während der Verlesung das Handy eines der Schöffen geklingelt. Bis das Gerät ausgeschaltet war, dauerte es eine Weile. Damit die Verteidigung daraus nicht einen Verfahrensverstoß wegen einer Ablenkung ableiten kann, wurde der Schriftsatz erneut verlesen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den vier zwischen 41 und 67 Jahre alten Angeklagten fahrlässige Tötung durch Unterlassen vor. In ihrer jeweiligen Funktion bei der Deutschen Bahn und einer Gebäudemanagement-Firma sollen sie es versäumt haben, dass der winterlich glatte Bahnsteig ausreichend von Schnee und Eis geräumt und gestreut wurde. Am Morgen des 4. Februar 2010 war die Schülerin ausgerutscht. Die 16-Jährige stürzte ins Gleisbett und wurde von einem einfahrenden Regionalzug erfasst und getötet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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