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NSU-Untersuchungsausschuss will im September Zeugen befragen

Schwerin  

NSU-Untersuchungsausschuss will im September Zeugen befragen

23.08.2019, 15:15 Uhr | dpa

NSU-Untersuchungsausschuss will im September Zeugen befragen. Landtag Schwerin

Die untergehende Sonne strahlt das Schweriner Schloss an. Foto: Jens Büttner (Quelle: dpa)

Im Untersuchungsausschuss des Landtags zu den Umtrieben der rechtsextremen Terrorzelle NSU in Mecklenburg-Vorpommern sollen im September erste Zeugen vernommen werden. "Unseren Anträgen folgend, hat der Ausschuss in der heutigen Sitzung eine Vielzahl an Zeugenladungen beschlossen", erklärte der Obmann der Linken in dem Ausschuss, Peter Ritter, am Freitag in Schwerin mit.

Zu Beginn sollen Ritter zufolge Polizeibeamte vernommen werden, die nach dem Mord an dem Türken Mehmet Turgut am 25. Februar 2004 am Tatort eingesetzt waren und die ersten Ermittlungsschritte einleiteten. "Der Ausschuss wird aber auch jene Ermittler befragen, die die Untersuchungen zum Mord an Mehmet Turgut bis zur Selbstenttarnung des NSU im November 2011 leiteten." Mit den Zeugenvernehmungen tauche der Untersuchungsausschuss endlich in den Kernbereich seiner Arbeit ein.

Der Ausschuss habe zudem beschlossen, weitere Akten beizuziehen, um sich eine entsprechende Grundlage für künftige Untersuchungen aufzubauen. "So verlangen wir die Unterlagen aus dem hiesigen Innenministerium zu einer möglichen V-Person." Diese könnten nach Ritters Worten Aufschluss darüber geben, was der Verfassungsschutz über den Aufenthaltsort des NSU-Kerntrios wusste - "noch bevor die ersten Morde stattfanden". Der Untersuchungsausschuss hatte im Mai 2018 seine Arbeit aufgenommen.

Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hatten fast 14 Jahre lang im Untergrund gelebt. In dieser Zeit ermordeten die beiden Männer neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft und eine Polizistin. Sie begingen außerdem zwei Sprengstoffanschläge und mehr als ein Dutzend Raubüberfälle. 2011 flog das Trio auf. Die beiden Männer wurden tot in einem ausgebrannten Wohnmobil gefunden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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