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Sachsen feiert Fürstenhochzeit: Tausende verfolgen Parade

Dresden  

Sachsen feiert Fürstenhochzeit: Tausende verfolgen Parade

25.08.2019, 18:03 Uhr | dpa

Sachsen feiert Fürstenhochzeit: Tausende verfolgen Parade. Barocke Lustgondeln bei Prinzenhochzeit in Dresden

Laiendarsteller in barocken Kostümen fahren in einer barocken Lustgondel auf der Elbe. Foto: Sebastian Kahnert (Quelle: dpa)

Mit einer historischen Wasserparade auf der Elbe ist am Sonntag das 300. Jubiläum der Fürstenhochzeit 1719 in Dresden gefeiert worden. Tausende Menschen verfolgten die Kolonne mit vier Nachbauten von historischen Gondeln sowie Drachen- und anderen Booten, die bei Hochsommerwetter von Pirna (Sächsische Schweiz) elbabwärts gen Dresden schipperte. Die Wasserparade unter dem Motto "Lustgondeln anno 1719" erinnerte an die Fahrt des jungen Paares, Sachsens Kurprinz Friedrich August und Kaisertochter Erzherzogin Maria Josepha von Österreich.

Jürgen Amann, Geschäftsführer der Dresdner Marketing GmbH, freute sich als Organisator über "wunderbare, positive Bilder aus unserer schönen Destination in die Welt". Insgesamt waren allein 110 Akteure in insgesamt zwölf verschiedenen Wasserfahrzeugen unterwegs, um die feierliche "Einholung der Braut" auf neue Art und Weise zu feiern.

Dazu gehörten Nachbauten von vier historischen Booten, darunter die Pfauengondel, das Lieblingsboot von August dem Starken, sowie eine venezianischen Gondel mit goldener Krone. Sie wurde von Enthusiasten vom Verein Sächsischer Prunkgondeln sowie dem Dresdner Ruderverein in wochenlanger Handarbeit gefertigt.

August der Starke (1670-1733) hatte jahrelang um die Verbindung der Extraklasse gerungen. Nach der Hochzeit am 20. August in Wien war einen ganzen Monat lang in und um Dresden gefeiert worden. Die opulente Inszenierung umfasste Bankette, Bälle, Turniere, Jagden, Opernaufführungen sowie den Göttern von Venus und Diana bis Jupiter und Mars gewidmete Planetenfeste.

Kurfürst August der Starke, in dessen Rolle Schauspieler Steffen Urban wie gewohnt schlüpfte, seine Gemahlin Christiane Eberhardine, gespielt von einer Beamtin, sowie Sohn und Schwiegertochter wurden von allerlei Gefolge begleitet, für das sich Mitglieder des Dresdner Barockvereins in historische Kostüme gehüllt hatten. Vom Wasser ging es in zehn Kutschen durch die historische Altstadt dann zum Zwinger, der einst einer der Hotspots der Hochzeitsfeierlichkeiten war.

Das frischgebackene Ehepaar war eigentlich am 2. September 1719 per Boot in Dresden angekommen und die Braut in den extra dafür neu geschaffenen Paradegemächern des Residenzschlosses empfangen worden. Die teils "fadengenau" originalgetreu rekonstruierten fünf Räume werden derzeit eingerichtet und sollen am 28. September eröffnet werden - zum Ende des damaligen Festmonats.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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