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Marburger Frühchen-Prozess: Facharzt legt Gutachten vor

Marburg  

Marburger Frühchen-Prozess: Facharzt legt Gutachten vor

28.08.2019, 14:55 Uhr | dpa

Marburger Frühchen-Prozess: Facharzt legt Gutachten vor. Frühgeborenes

Ein zu früh geborenes Baby liegt in der Neonatologie der Charité in einem Inkubator. Foto: Britta Pedersen/Archivbild (Quelle: dpa)

Der seit sieben Monaten laufende Marburger Frühchen-Prozess ist am Mittwoch mit dem Gutachten eines Facharztes fortgesetzt worden. Der Neugeborenenmediziner erläuterte für die Prozessbeteiligten die Krankheitsverläufe der drei Kinder, denen eine Krankenschwester nicht verordnete Medikamente verabreicht haben soll. Zunächst berichtete er über den Gesundheitszustand eines Mädchens, das im Dezember 2015 starb.

Einige Symptome bei dem Kind wie Krampfanfälle und langsamer Herzschlag gaben den behandelnden Ärzten damals Rätsel auf. Sie waren unerwartet nach zwei Impfungen aufgetreten. Der Sachverständige vermutet jedoch andere Ursachen: "Eine Verschleimung der Atemwege könnte eine Rolle gespielt haben. Ebenso die augenärztliche Untersuchung." Diese habe das Kind sehr gestresst. Ein Zusammenhang sei jedoch im Nachhinein nicht zu beweisen.

Seit Ende Januar steht eine frühere Kinderkrankenschwester des Marburger Universitätsklinikums unter anderem wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Marburg. Die 29-Jährige war zwischen Oktober 2015 und Februar 2016 als Mitarbeiterin auf der Neugeborenen-Intensivstation tätig. Sie soll drei Frühchen ärztlich nicht verordnete Medikamente gegeben haben. Die Babys sollen durch ihr Handeln in lebensbedrohliche Zustände geraten sein. Die Staatsanwaltschaft geht aber nicht davon aus, dass der Tod des Mädchens dadurch verursacht worden war. Die Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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