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1400 Einwendungen gegen Antrag zur Abpumpung für Tagebau

Elsdorf  

1400 Einwendungen gegen Antrag zur Abpumpung für Tagebau

29.08.2019, 06:30 Uhr | dpa

1400 Einwendungen gegen Antrag zur Abpumpung für Tagebau. Tagebau Hambach

Im Tagebau Hambach arbeiten Bergbaumaschinen. Foto: Federico Gambarini/Archivbild (Quelle: dpa)

Gegen den Antrag des Energiekonzerns RWE, weiter Grundwasser für den Tagebau Hambach abzupumpen, gibt es Widerstand. Bisher seien 1400 Einwendungen gegen den Antrag eingegangen, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg nach Ablauf der Einwendungsfrist in 34 von 35 Kommunen. Kommunen, Umweltverbände, Bürgerinitiativen, Bürger, aber speziell auch Landwirte hätten gegen das Vorhaben argumentiert.

Der sogenannte wasserrechtliche Erlaubnisantrag für den Zeitraum von 2020 bis 2030 gelte für die planmäßige Fortführung des Tagebaus. Aber selbst bei einem vorzeitigen Ende des Tagebaus müsse noch über Jahrzehnte Grundwasser abgepumpt werden, um die Standsicherheit der Böschungen zu gewährleisten, sagte Behördensprecher Andreas Nörthen.

Der Antrag sei für jede Form der Entwicklung des Tagebaus notwendig - auch für den Fall eines möglichen Erhalts des Hambacher Forstes, stellte RWE fest. Für dieses Szenario müsse das Grundwasser ebenfalls abgesenkt bleiben, damit die Seemulde hergestellt werden könne und die Böschungen später dem Strömungsdruck des Grundwassers standhielten. Die wasserrechtliche Erlaubnis regele maximale Entnahmemengen. RWE Power dürfe nur so viel Grundwasser heben, wie es für den sicheren Betrieb nötig sei. Der Antrag fuße auf den derzeit gültigen Genehmigungen für den Tagebau Hambach

Falls der Hambacher Forst erhalten bleibe, müsse um den Wald herum Abraum gewonnen werden, um Betriebs-Böschungen abzuflachen, sagte der Sprecher der Bezirksregierung. Während der Arbeiten müsse das Grundwasser großräumig abgesenkt bleiben. Ein möglicherweise früheres Ende des Tagebaus werde sich nicht auf die Menge des abzupumpenden Grundwassers auswirken.

Das sieht der Umweltverband BUND anders. Er fordert die Bezirksregierung Arnsberg auf, den vorliegenden Antrag abzulehnen. Mit der absehbaren Verkleinerung werde der Tagebau nicht ganz so tief. Und dafür müsste dann auch weniger Grundwasser entnommen werden, erklärte BUND-Sprecher Dirk Jansen. Die Behörde solle RWE aufgeben, bis Dezember 2019 einen angepassten Antrag für die sogenannte Sümpfung vorzulegen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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