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Hildesheimer Bischof Wilmer hört Ruf nach Reformen

Hildesheim  

Hildesheimer Bischof Wilmer hört Ruf nach Reformen

31.08.2019, 10:00 Uhr | dpa

Hildesheimer Bischof Wilmer hört Ruf nach Reformen. Hildesheimer Bischof Wilmer

Heiner Wilmer, Bischof von Hildesheim, nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Moritz Frankenberg/Archiv (Quelle: dpa)

Ein Jahr nach seinem Amtsantritt hat der neue Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer (58) den Ruf vieler Katholiken nach Reformen betont. "Hier leben viele engagierte Menschen, die in unserer Kirche etwas bewegen möchten", sagte Wilmer der Deutschen Presse-Agentur dpa. Das Bistum sei experimentierfreudig und kreativ, viele Gläubige aber hätten ihm geschrieben oder gesagt, dass Reformen in der Kirche nicht schnell genug gingen. "Besonders im Fokus steht die Rolle der Frau", sagte der Bischof. "Ich bin der Auffassung, dass wir über die Ämter in der Kirche für Frauen nachdenken müssen, in Deutschland und in der Weltkirche."

Gleich in den ersten Wochen seiner Amtszeit bekam Wilmer es mit der Missbrauchsproblematik in der katholischen Kirche zu tun. Nach einer bundesweiten Untersuchung der Nachkriegsjahrzehnte gab es im Hildesheimer Bistum 153 Missbrauchsopfer, jeder 20. Priester war ein mutmaßlicher Täter. Bald darauf wurde ein erneuter Missbrauchsvorwurf gegen den längst gestorbenen Hildesheimer Alt-Bischof Heinrich Maria Janssen öffentlich, das Bistum schob eine neue Untersuchung an. "Die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch ist ein wichtiges Thema", betont Wilmer.

Der aus dem Emsland stammende Wilmer war am 1. September vergangenen Jahres zum Bischof und Nachfolger von Norbert Trelle geweiht worden, der aus Altersgründen aus dem Bischofsamt ausschied. Zuletzt war Wilmer drei Jahre lang Generaloberer der weltweiten Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester in Rom. Von 1998 bis 2007 leitete der Theologe und Historiker das Gymnasium Leoninum Handrup. Das Bistum Hildesheim im überwiegend protestantischen Norden ist flächenmäßig das drittgrößte in Deutschland und umfasst 119 Pfarrgemeinden mit rund 593 000 Katholiken.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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