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Verschwundene Schusswaffen sind bei Polizei Einzelfälle

Celle  

Verschwundene Schusswaffen sind bei Polizei Einzelfälle

31.08.2019, 10:05 Uhr | dpa

Verschwundene Schusswaffen sind bei Polizei Einzelfälle. Polizist

Ein Polizist mit Handschellen und Pistole am Gürtel. Foto: Oliver Berg/Archiv (Quelle: dpa)

Nach dem Verschwinden einer Maschinenpistole bei der Polizeiinspektion Celle hat die landesweite Inventur der Polizei ergeben, dass der Verlust von Schusswaffen ein seltener Einzelfall ist. Allerdings kommen bei der Polizei in größerem Umfang Reizstoffsprühgeräte und Schlagstöcke, auch aber Handys und Kameras abhanden, was das Innenministerium auch auf hektische Einsatzlagen zurückführt. Dies geht aus der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor.

Abgesehen von dem Verlust der Waffe in Celle ging demnach in Niedersachsen zuletzt 2016 im Bereich Hameln/Pyrmont eine Pistole mit Munition dauerhaft verloren. Im Jahr davor kamen in Hannover und bei der Inspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel je eine Pistole samt Munition weg. Eine 2016 bei der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta zeitweise vermisste Pistole wurde später wiedergefunden.

In den zurückliegenden fünf Jahren verschwanden nach der Auflistung des Ministeriums in den Polizeidirektionen, beim Landeskriminalamt und der Zentralen Polizeiinspektion rund 40 Handys. Außerdem kamen über ein Dutzend Digitalkameras, teils mit Speicherkarten weg. Auch einige Tabletcomputer, Schlagstöcke und andere Ausrüstungsgegenstände verschwanden. Am allergrößten war der Verlust bei Reizstoffsprühgeräten, binnen fünf Jahren summierte sich der Schwund auf weit über 200 der Geräte.

Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Marco Genthe, äußerte sich "überrascht und auch erschrocken, wie viele sicherheitsrelevante Gegenstände in den letzten Jahren verschwunden sind". Die große Anzahl lege eine Überprüfung und Überarbeitung der Systeme in den einzelnen Behörden nahe, um diese Fälle zukünftig gering zu halten. "Bei den zahlreichen verschwundenen Geräten mit Datenträgern stellt sich die Frage, was dort jeweils gespeichert war und ob diese Daten in den falschen Händen ein Sicherheitsrisiko darstellen können."

In einem weiteren Punkt war die Antwort auf die FDP-Anfrage beruhigend: Dienstwagen, Motorräder, Helikopter, Boote und Drohnen kamen im Geschäftsbereich des Innenministeriums, wozu neben der Polizei auch der Verfassungsschutz gehört, nicht abhanden.

Der Verlust der Maschinenpistole in Celle, der auch in der Landespolitik für Wirbel sorgte, war Ende März in der Polizeiinspektion bemerkt worden. Der Verlust wurde aber erst im Mai an die zuständige Polizeidirektion gemeldet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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