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Aachener Friedenspreis an Atomwaffengegner verliehen

Aachen  

Aachener Friedenspreis an Atomwaffengegner verliehen

02.09.2019, 09:27 Uhr | dpa

Der Aachener Friedenspreis ist an Atomwaffengegner verliehen worden, die sich in der Eifel für den Abzug der mutmaßlich letzten US-Atombomben in Deutschland einsetzen. Geehrt wurden am Sonntagabend der Initiativkreis gegen Atomwaffen in Büchel und das bundesweite Netzwerk "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt!". Der ebenfalls nominierte Ukrainer Ruslan Kotsaba hatte auf den Preis verzichtet, nachdem ein Video mit antisemitischen Äußerungen von ihm aufgetaucht war.

Der mit insgesamt 4000 Euro dotierte Aachener Friedenspreis würdigt nach Angaben des gleichnamigen Vereins Verdienste um die Verständigung von Menschen und Völkern "von unten her". Namentlich wurden die Preise an Marion Küpker und Elke Koller verliehen. Deren Initiativen kämpfen gegen die mutmaßlich auf der Nato-Basis am Fliegerhorst Büchel in der Südeifel gelagerten US-Atombomben. Eine offizielle Bestätigung für die Waffen gibt es nicht.

Der Aachener Friedenspreis geht in der Regel an einen nationalen und internationalen Preisträger. Neben den Atomwaffengegnern als nationalen Preisträgern war in diesem Jahr der ukrainische Journalist Ruslan Kotsaba als internationaler Preisträger nominiert worden. Kurz nachdem der Verein Kotsabas Würdigung angekündigt hatte, war ein Video mit antisemitischen Äußerungen des Ukrainers aufgetaucht.

Der Journalist hatte sich von den Aussagen distanziert und sich dafür entschuldigt. Er erklärte dennoch, auf den Preis zu verzichten. Er kam damit einer Abstimmung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zuvor, die bereits angesetzt war. Den Preis hatte Kotsaba erhalten sollen, weil er sich für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts engagiert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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