Sie sind hier: Home > Regional >

Frau erschlägt Partner: Lebenslang für Campingplatz-Mord

Niederkrüchten  

Frau erschlägt Partner: Lebenslang für Campingplatz-Mord

05.09.2019, 09:40 Uhr | dpa

Frau erschlägt Partner: Lebenslang für Campingplatz-Mord. Amts- und Landgericht in Mönchengladbach

Das Foto zeigt das Amts- und Landgericht in Mönchengladbach. Foto: Roland Weihrauch/Archivbild (Quelle: dpa)

Weil sie ihren brutalen Partner nach monatelangem Martyrium mit einem Stein erschlagen hat, muss eine 53-Jährige als Mörderin hinter Gitter. Das Landgericht Mönchengladbach verurteilte die Frau am Donnerstag zu lebenslanger Haft. Sie hatte nach Überzeugung des Gerichts ihren Partner zuerst von angeheuerten Schlägern verprügeln lassen. Dann habe sie einen Pflasterstein geholt und den Schwerverletzten mit Hieben auf den Kopf getötet.

Die beiden 24 und 25 Jahre alten Schläger und den 22-jährigen Sohn der Frau verurteilte das Gericht zu Bewährungsstrafen wegen gefährlicher Körperverletzung. Außerdem müssen sie jeweils 2000 Euro an soziale Einrichtungen zahlen. Ihre Haftbefehle wurden aufgehoben, sie konnten das Gericht auf freiem Fuß verlassen.

Ihnen sei kein Tötungsvorsatz nachzuweisen gewesen, sagte Richter Lothar Beckers. Die Männer hatten beteuert, dass sie dem gewalttätigen Mann für insgesamt 1500 Euro nur einen Denkzettel verpassen wollten. "Mutter wollte, dass wir R. töten, aber wir wollten das nicht", hatte der Sohn ausgesagt.

Die getrennt lebende Frau des Getöteten habe als Zeugin bestätigt, dass dieser schon in der Partnerschaft zu ihr gewalttätig gewesen sei, erklärte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung.

Was die Richter als heimtückischen Mord werteten, hatte der Verteidiger von Ramona K. als versuchten Totschlag eingestuft und vier Jahre Haft beantragt: Es sei nicht auszuschließen, dass der Mann bereits tot gewesen sei, als seine Mandantin aus Neuss mit dem Pflasterstein auf seinen Kopf eingeschlagen habe. Er kündigte Revision an.

Der Staatsanwalt hatte für den Sohn zwölf Jahre Haft wegen Anstiftung zum versuchten Mord beantragt. Für die beiden Schläger hatte er jeweils 14 Jahre Haft wegen versuchten Mordes gefordert. Sie hatten das Opfer in dem Wohnwagen überrascht, zusammengeschlagen und verletzt zurückgelassen. Der 54-jährige Deutsche starb an schweren Kopfverletzungen.

Die 53-Jährige hatte danach selbst den Notruf gewählt und behauptet, ihren Lebensgefährten auf dem Rückweg vom Duschen blutüberströmt vorgefunden zu haben. Alle Verurteilten sind Deutsche.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal