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Schlachthof: Minister hofft auf heimischen Mittelstand

Teterow  

Schlachthof: Minister hofft auf heimischen Mittelstand

05.09.2019, 11:38 Uhr | dpa

Eine Woche nach der letzten Schweineschlachtung im Schlachthof von Danish Crown in Teterow (Landkreis Rostock) setzt Agrarminister Till Backhaus (SPD) auf den heimischen Mittelstand. Er habe gehofft, dass es in Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Fleischverarbeitern zu einem Pachtmodell komme, um die Schweineschlachtung in Teterow fortzuführen, sagte Backhaus am Donnerstag im Landtag in Schwerin. Es habe Ideen gegeben, bisher sei aber kein Konzept mit einer Finanzierung zustande gekommen.

"Wir werden weiter verhandeln", erklärte der Minister. Es gebe im Land 29 kleinere Schlachtstätten, in denen im Jahr zusammen rund 29 500 Schweine geschlachtet würden. Geschaut werden solle nun, ob es zu einer Kooperation solcher Unternehmen, Fleischverarbeitern und dem Handel komme. "Wir können fördern, moderieren und Bürgschaften geben", sagte der Minister.

Backhaus zeigte sich enttäuscht von Danish Crown. Bei der Übernahme des Schlachthofes Teterow durch den dänischen Konzern im Jahr 2017 sei zugesichert worden, dass die Rinder- und Schweineschlachtung erhalten werde. Jetzt habe man ihm gesagt, dass in den letzten zwei Jahren 4,5 Millionen Euro Verluste in der Schweineschlachtung aufgelaufen seien.

Auch einen möglichen Grund nannte der Minister: Kombinierte Schlachthöfe mit Schweine- und Rinderschlachtung dürften nicht am China-Geschäft teilnehmen. Dennoch waren nach Worten des Ministers in Spitzenzeiten in Teterow bis zu 12 000 Schweine pro Woche geschlachtet worden. Am 30. August wurde die Schweineschlachtung dort eingestellt. "Für konzerngeführte Unternehmen, die keine Bindung im Land haben, ist das eine betriebswirtschaftliche Entscheidung", sagte Backhaus.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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