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Fünfeinhalb Jahre Haft für Mordversuch an Stiefmutter

Würzburg  

Fünfeinhalb Jahre Haft für Mordversuch an Stiefmutter

06.09.2019, 01:03 Uhr | dpa

Fünfeinhalb Jahre Haft für Mordversuch an Stiefmutter. Statue der Justitia

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv (Quelle: dpa)

Wegen versuchten Mordes an seiner Stiefmutter und schwerer Brandstiftung ist ein 35-Jähriger am Freitag vor dem Landgericht Würzburg zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann hatte unter starkem Alkoholeinfluss in seinem Elternhaus ein Feuer gelegt. Er selbst und sein Bruder wohnten mit in dem Haus. Hintergrund waren diverse Familien-Streitigkeiten, unter anderem um verschwundene Gegenstände, und Angst, das Erbe zu verlieren.

Der Angeklagte gab im Prozess zu, das Feuer aus Wut gelegt zu haben. Die Richter sahen die Mordabsicht als gegeben, da der 35-Jährige im alkoholisierten Zustand wiederholt Tötungsabsichten geäußert haben soll, auch noch nach der Tat. Kurz vor der Brandstiftung Mitte Januar in Wiesentheid (Landkreis Kitzingen) hatte es erneut Streit in der Familie gegeben, bei dem der Angeklagte die Polizei zur Hilfe holte.

Der Mann bereute die Tat und entschuldigte sich bei Vater und Stiefmutter. Er hatte sich auch sofort gestellt. Laut psychologischem Gutachten war die Handlung für den eher ruhigen und sehr kooperativen Angeklagten untypisch. Als Teil des Urteils muss er eine Therapie wegen Alkoholabhängigkeit machen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Staatsanwalt hatte sieben Jahre Haft gefordert, der Verteidiger auf vier Jahre plädiert.

Schwerer verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die Stiefmutter entkam unverletzt, der Bruder wurde mit einer leichten Rauchvergiftung geborgen. Der Vater war nicht im Haus. An Haus und Hausrat entstand ein Schaden von über 300 000 Euro; das Haus ist unbewohnbar.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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