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Armbrust-Fall: Obduktion bestätigt Suizid in Wittingen

Hildesheim  

Armbrust-Fall: Obduktion bestätigt Suizid in Wittingen

06.09.2019, 11:54 Uhr | dpa

Armbrust-Fall: Obduktion bestätigt Suizid in Wittingen. Armbrust-Fall in Wittingen

Vor einem Haus ist ein Flatterband der Polizei gespant. Foto: Christophe Gateau/Archivbild (Quelle: dpa)

Die im Zusammenhang mit dem sonderbaren Armbrust-Fall tot im niedersächsischen Wittingen entdeckten Frauen aus Rheinland-Pfalz haben gemeinschaftlichen Suizid begangen. In ihrem Blut sei ein Medikamentencocktail gefunden worden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim, Christina Pannek, am Freitag. Nach dem Ergebnis der Obduktion gibt es keine Spuren äußerer Gewalteinwirkungen und damit keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Das Ermittlungsverfahren sei deshalb eingestellt worden.

Der Fall war zunächst völlig mysteriös: Am 11. Mai hatte eine Mitarbeiterin einer Passauer Pension drei Leichen entdeckt. Im August stellten die Ermittler in Bayern ihren Abschlussbericht vor: Demnach hatte eine 30-Jährige in dem Pensionszimmer zunächst mit einer Armbrust einen 53 Jahre alten Mann und eine 33-Jährige getötet und danach die Waffe gegen sich selbst gerichtet. Der Mann und die 33-Jährige sollen zuvor mit K.-o.-Tropfen betäubt worden sein. Die Tat wurde von den Ermittlern als Tötung auf Verlangen beziehungsweise Suizid eingestuft.

In der Wohnung der 30-Jährigen in Wittingen fand die Polizei wenig später die beiden Frauenleichen. Die fünf Toten aus Rheinland-Pfalz gehörten der Passauer Staatsanwaltschaft zufolge zu einer sektenähnlichen Gruppe, die der 53-Jährige um sich geschart hatte. Sie hätten sich als "Welterneuerer und Welterschaffer" gesehen.

Nähere Anhaltspunkte zum Todeszeitpunkt der 19 und 35 Jahre alten Frauen in Wittingen konnte auch die von der Staatsanwaltschaft Hildesheim in Auftrag gegebene feingewebliche Untersuchung nicht liefern. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass sich weitere Personen in der Wohnung aufgehalten hätten, teilte die Behörde mit. Bereits die Situation beim Fund der Leichen habe auf Suizid hingedeutet. Weitere Details wollte Staatsanwältin Pannek "aus Rücksicht auf die Toten und ihre Angehörigen" nicht nennen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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