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Kran soll tonnenschwere Stangen von "Seute Deern" abnehmen

Bremerhaven  

Kran soll tonnenschwere Stangen von "Seute Deern" abnehmen

07.09.2019, 11:57 Uhr | dpa

Kran soll tonnenschwere Stangen von "Seute Deern" abnehmen. Museumsschiff "Seute Deern"

Das historische Segelschiff "Seute Deern" liegt nach einem Wassereinbruch auf dem Grund des Hafenbeckens. Foto: Carmen Jaspersen/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Vorbereitungen für die Bergung des in Bremerhaven gesunkenen Museumsschiffs "Seute Deern" kommen voran. Am Montag (9. September) soll ein Kran von einer schwimmenden Plattform aus tonnenschwere Rahen - das sind Stangen am Mast - abnehmen. "Ziel ist, so viel Gewicht wie möglich aus dem Mastenbereich des Schiffs zu nehmen", sagte Lars Kröger vom Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM).

So soll verhindert werden, dass das Schiff während der Bergung kentert. "Wenn sich das Schiff aus dem Untergrund löst und aufschwimmt, ist es für kurze Zeit schwer kontrollierbar", erklärte Kröger. Bevor der Kran in den Hafen kann, muss ein anderes Museumsschiff seinen Platz verlassen. Auch das ist für Montag geplant. Das Entfernen der Rahen werde voraussichtlich mehrere Tage dauern, sagte der DSM-Projektleiter für die Sanierung des Schiffs.

Sobald das Gewicht aus dem Mastenbereich abtransportiert ist, sollen Taucher Taue aus Stahlseil zum Schiffsrumpf bringen. Dann soll der Rumpf mit luftgefüllten Hebesäcken gehoben werden. Nach dem Plan des Bergungsunternehmens sind ab Montag weitere 15 Arbeitstage zur Bergung nötig.

Das Areal um das denkmalgeschützte "Süße Mädchen", so der aus dem Plattdeutschen übersetzte Name des Schiffs, ist weiträumig abgesperrt. "Das Interesse der Bevölkerung ist immens", sagte Kröger. Die 100 Jahre alte "Seute Deern" war Ende August nach einem Wassereinbruch auf den Grund des Hafenbeckens abgesackt. Für die Bergung stehen 1,1 Millionen Euro bereit.

Erfahrungswerte für solche Arbeiten gebe es kaum, so Kröger. "Es gibt in Europa noch fünf vergleichbare Schiffe in dieser Größe mit einem Holzrumpf. Sie sind aber schon seit Jahrzehnten in einem Trockendock." Nach der Bergung muss ein Sanierungsplan erarbeitet werden. Kröger zufolge haben Bund, Land und Kommune insgesamt 34 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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