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Kletterer besteigen illegal Ulmer Münster: Dekan ist erbost

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Kletterer besteigen illegal Ulmer Münster: Dekan ist erbost

11.09.2019, 17:05 Uhr | dpa

Kletterer besteigen illegal Ulmer Münster: Dekan ist erbost. Ulmer Münster

Das Ulmer Münster. Foto: Stefan Puchner/Archivbild (Quelle: dpa)

Unbekannte sind unerlaubt und ungesichert auf die Spitze des Ulmer Münsters geklettert und haben sich dabei gefilmt. Ein Video der gefährlichen Aktion wurde auf Youtube hochgeladen - der Dekan des Münsters ist erbost: "Ich habe dafür keinerlei Bewunderung übrig. Ein Kirchturm ist nicht zum Klettern da", sagte Ernst-Wilhelm Gohl am Mittwoch. Er erstattete Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Zuvor hatten die "Südwest Presse" und die "Schwäbische Zeitung" berichtet.

Das sogenannte Roofing (abgeleitet vom Englischen "roof" für Dach) gilt unter zumeist jungen Menschen als eine besondere "Eroberungsform" städtischer Räume. Roofer besteigen ohne Sicherung hohe Gebäude, um sich dort zu filmen oder fotografieren.

Die Ulmer Roofer haben Gohl zufolge nicht nur sich selbst gefährdet, sondern auch andere - an dem Sakralgebäude könnten sich poröse Steine lösen und nach unten stürzen. Sie hatten Tickets gelöst und waren über den normalen Besucherbetrieb ins Münster gelangt. So zeigt es ihr eigener Dreh. An einem Abend ließen sie sich auf der Turmplattform einschließen, im Morgengrauen stiegen sie an dem mit 161,53 Metern höchsten Kirchturm der Welt empor. Mit den Tagestouristen verließen sie das Münster wieder. Türschlösser knackten sie nach Gohls Angaben professionell und verschlossen sie danach.

Der Dekan schätzt, dass das Video, das am Sonntag im Internet auftauchte, bereits im Juni gedreht wurde. Schon vor drei Jahren hatten Kletterer das Münster bestiegen und einen Film gedreht - die Verantwortlichen wurden laut Gohl nicht gefunden. Die Identifikation von Roofern ist schwer, wenn diese ihr Bildmaterial entsprechend verschlüsseln. Auch im aktuellen Fall könnten die Ermittlungen schwierig werden, sollte sich kein Zeuge melden, sagte ein Polizeisprecher.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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