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Schubert: Garnisonkirche soll Jugendbegegnungsstätte werden

Potsdam  

Schubert: Garnisonkirche soll Jugendbegegnungsstätte werden

11.09.2019, 18:01 Uhr | dpa

Schubert: Garnisonkirche soll Jugendbegegnungsstätte werden. Wiederaufbau der Garnisonskirche

Der Wiederaufbau der Garnisonskirche. Foto: Bernd Settnik/Archivbild (Quelle: dpa)

Jugendort statt Kirchenschiff? Aus Sicht von Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) soll auf dem Gelände der Garnisonkirche eine internationale Jugendbegegnungsstätte entstehen. Dort, wo ehemals das Kirchenschiff stand, könne die internationale Stätte für Bildung und Demokratie errichtet werden, so Schuberts Vorschlag, den er in der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch in Potsdam vorstellte. Sein Kompromiss zur Nutzung des umstrittenen Baus steht in einer Beschlussvorlage, über die die Stadtverordneten bis zum 4. November abstimmen können.

Die Landeshauptstadt trage aus seiner Sicht eine Verantwortung für eine breit angelegte Auseinandersetzung mit der Geschichte, insbesondere mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Als Beispiel für seinen Vorschlag nannte Schubert die "Stiftung Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar" (EJBW). Dies sei ein Ort der Jugendbildung und der internationalen Jugendarbeit. Leitmotiv sei die "Demokratiestärkung" durch die Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und einer Reflexion über den historischen Ort. Zuvor hatten die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" (Mittwoch) darüber berichtet.

Der Turm der Garnisonkirche wird derzeit wieder aufgebaut - dagegen wenden sich mehrere Initiativen. Die DDR-Führung hatte das Gotteshaus 1968 sprengen lassen. Kritiker erinnern an den "Tag von Potsdam", als am 21. März 1933 Reichspräsident Hindenburg dem neuen Reichskanzler Hitler vor der Kirche die Hand reichte. Die Stiftung Garnisonkirche will im Neubau den Geist der Versöhnung und des Friedens pflegen.

"Die Diskussion über die Geschichte der Garnisonkirche wird häufig auf ihre Symbolik für das NS-Regime reduziert, so Schubert. Jedoch auch andere Städte wie Nürnberg, München oder Köln müssten mit Orten und Stadträumen umgehen, die durch die NS-Zeit geprägt seien.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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