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Zwei neue Museen in ältester Sozialsiedlung der Welt

Augsburg  

Zwei neue Museen in ältester Sozialsiedlung der Welt

13.09.2019, 05:58 Uhr | dpa

Zwei neue Museen in ältester Sozialsiedlung der Welt. Fuggerei

In der Fuggerei hängt ein Porträt von Jakob Fugger gegenüber einer Wand, auf der Zahlen und Fakten aufgemalt sind. Foto: Stefan Puchner (Quelle: dpa)

Die Besucher der Augsburger Fuggerei können sich künftig in zwei neuen Museen über das Leben in der ältesten Sozialsiedlung der Welt informieren. Die beiden kleinen Museen, die an diesem Sonntag eröffnet werden, ergänzen das bisherige historische Museum in der Fuggerei. Zudem gibt es in der Siedlung eine Ausstellung in einem Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg.

Die neuen Museen, die in benachbarten Häusern untergebracht sind, heißen "Museum der Bewohner" sowie "Museum des Alltags". Es werden dabei auch die persönlichen Geschichten der aktuellen Bewohner dargestellt. Viele davon haben sich für die Ausstellungen fotografieren lassen. In den 140 Wohnungen leben derzeit rund 150 Menschen. Sie sind nach Angaben der Stiftungs-Verwaltung "die Hauptprotagonisten der zwei neuen Museen".

Es werde gezeigt, wie "die Gemeinschaft in der Sozialsiedlung funktioniert, was es bedeutet, in einer touristischen Sehenswürdigkeit zu leben, und welche Rolle die Familie Fugger und die Administration spielen", erklärte Fuggerei-Sprecherin Astrid Gabler. Ein Schwerpunkt der Schauen ist das Leben in den vergangenen sieben Jahrzehnten. Es solle auch gezeigt werden, das das Thema sozialer Wohnraum nach wie vor aktuell ist, erklärte Gabler.

Die Fugger gehörten einst zu den reichsten Kaufmannsfamilien in Europa und hatte damals von Augsburg aus ein weltweites Handelsimperium aufgebaut. Die Eröffnung der neuen Museen erfolgt auch bereits im Hinblick auf das große Fuggerei-Jubiläum in zwei Jahren. Am 23. August 1521 hatte Jakob Fugger den Stiftungsbrief für die Sozialsiedlung unterzeichnet. Bis heute leben dort bedürftige Augsburger, die eine symbolische Jahresmiete von 88 Cent plus Betriebskosten zahlen. Die Bewohner müssen katholischen Glaubens sein und sich auch noch zu drei Gebeten täglich verpflichten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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