Sie sind hier: Home > Regional >

Industrie-Kongress MV: Hilfe bei Internetproblemen

Neubrandenburg  

Industrie-Kongress MV: Hilfe bei Internetproblemen

13.09.2019, 12:39 Uhr | dpa

Industrie-Kongress MV: Hilfe bei Internetproblemen. Wirtschaftsminister Glawe

Harry Glawe, Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, lächelt in die Kamera. Foto: Stefan Sauer/Archivbild (Quelle: dpa)

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hat der Industrie angeboten, sich bei Internetproblemen persönlich für sie einzusetzen. "Wo es klemmt, kommen Sie zu uns, wir bringen das in die richtige Richtung", sagte der Minister am Freitag vor knapp 100 Unternehmern und Gästen beim Industrie-Kongress in Neubrandenburg. Anlass der Äußerung waren Pläne einer amerikanischen Wehrtechnikfirma, die ihre Produktion wegen mangelnder Internet-Datenkapazität von Woldegk nach Neubrandenburg verlegen will. Das Ministerium sei dazu nicht gefragt worden.

"Wer die Digitalisierung verschläft, wird den Wettbewerb nicht gewinnen", sagte Glawe. Bis 2021 solle das Internet im Nordosten flächendeckend in ausreichender Kapazität verfügbar sein. Insgesamt wolle das Land mit den Firmen weiter "erheblich in Forschung und Entwicklung investieren". Nur so könnten weitere Firmen angesiedelt werden.

Der Vorsitzende des Netzwerkes der Autozulieferer im Nordosten, Andreas Dikow, hatte zuvor generell eine Steuerpolitik gefordert, die Anreize für die Entwicklung innovativer Produkte setzt. Deutschland habe kaum Bodenschätze, deshalb müssten innovative Produkte entwickelt und exportiert werden. "Ohne Exportüberschuss ist der Wohlstand nicht zu halten", sagte Dikow, der das einzige europäische Heizungswerk des Autozulieferers Webasto in Neubrandenburg leitet, in dem 700 Menschen arbeiten. Für den Nordosten sei zudem eine gute Berufsausbildung wichtig, um junge qualifizierte Leute zu halten.

Trotz stark gewachsenen Bruttoinlandsproduktes hat der Nordosten mit 44 Beschäftigten pro 1000 Einwohner noch viel weniger Industrie als im Bundesschnitt, wie Glawe erläuterte. Bundesweit gebe es 83 Industriebeschäftigte pro 1000 Einwohner. Das MV-Bruttoinlandsprodukt lag laut Glawe 2011 bei 36 Milliarden Euro, 2018 lag es bei 54,9 Milliarden Euro.

Eine weitere Chance für Mecklenburg-Vorpommern liege darin, dass die Ansiedlungsflächen rings um Berlin und Hamburg inzwischen knapp und sehr teuer seien. Das Land wolle in Kürze vor allem verstärkt für die Standorte Mukran auf Rügen, das Pommerndreieck bei Grimmen und das Großgewerbegebiet bei Pasewalk verstärkt werben. Im Westen Mecklenburgs und um Rostock gebe es eine größere Industriedichte. Mehrere Experten forderten vor allem Investitionen in neue, mehrere Fußballfelder große Datencenter, da Daten der wichtigste Rohstoff der Digitalisierung würden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal