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Meereis in der Arktis auf dem Rückzug

Bremerhaven  

Meereis in der Arktis auf dem Rückzug

13.09.2019, 14:56 Uhr | dpa

Meereis in der Arktis auf dem Rückzug. Eisbär in der Arktis

Ein Eisbär steht im Nordpolarmeer auf eine Eisscholle. Foto: Ulf Mauder/Archivbild (Quelle: dpa)

Die von Meereis bedeckte Fläche in der Arktis ist so klein wie seit sieben Jahren nicht mehr. Von Ende März bis Anfang August war die Fläche sogar kleiner als jemals zuvor in diesen Monaten seit Beginn der Messungen mit Satelliten 1979, wie das Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven am Freitag mitteilte. Nur noch rund 3,9 Millionen Quadratkilometer des Arktischen Ozeans seien zum Ende der Schmelzperiode mit Meereis bedeckt, hieß es. So sank das jährliche Minimum erst zum zweiten Mal seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1979 unter vier Millionen Quadratkilometer.

Die Wissenschaftler werden erst im Oktober die endgültige Bilanz für 2019 ziehen. Mit einem neuen Negativrekord rechnen sie aber nicht. 2012 war eine Meereisausdehnung von nur 3,4 Millionen Quadratkilometern beobachtet worden.

"Rekord oder nicht, dieses Jahr bestätigt den weiteren langfristigen klimabedingten Rückgang des Eises in der Arktis, womit es immer wahrscheinlicher wird, dass es in ein paar Jahrzehnten eisfreie Sommer in der Arktis geben wird", sagte Christian Haas, Geophysiker und Leiter der Meereissektion am AWI. "Dies bedeutet einschneidende Veränderungen für die Arktis, mit Konsequenzen für das Klima- und Ökosystem und uns Menschen, einschließlich in Europa", betonte er.

Unter der Leitung des AWI startet der Eisbrecher "Polarstern" am 20. September vom norwegischen Tromsø aus. Ein Jahr lang soll er mit dem Packeis durch die Zentralarktis driften. Dabei wollen die Wissenschaftler mehr über den Klimawandel erfahren.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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