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Hessen erwartet weitere IS-Rückkehrerinnen mit Kindern

Wiesbaden  

Hessen erwartet weitere IS-Rückkehrerinnen mit Kindern

14.09.2019, 09:40 Uhr | dpa

Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass künftig weitere Islamistinnen mit ihren Kindern aus den Kampfgebieten in Syrien und im Irak nach Hessen zurückkehren werden. Insgesamt waren rund 150 Männer und Frauen aus Hessen ausgereist, um auf der Seite der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und anderer terroristischer Gruppierungen zu kämpfen oder deren Kampf zu unterstützen, wie der Präsident des hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV), Robert Schäfer, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden erläuterte.

Von diesen befinde sich eine Anzahl "im niedrigen zweistelligen Bereich" aktuell in Syrien oder im Irak in Haft oder in Gewahrsam. "Mehrheitlich handelt es sich hierbei um weibliche Personen", teilte das LfV mit. Ein Großteil dieser Frauen sei in Begleitung von Kindern. "Es zeichnet sich dahingehend eine verstärkte Rückreisetendenz ab." Der IS hat sein früheres Herrschaftsgebiet in Syrien und im Irak verloren. In den Wüstenregionen Syriens und auch des Iraks sowie in anderen Staaten sind aber noch Zellen aktiv, die Terroranschläge verüben.

Bei rund 50 ausgereisten Islamisten aus Hessen gehen die Behörden davon aus, dass sie in Syrien oder im Irak ums Leben gekommen sind. Von den inzwischen knapp 40 IS-Rückkehrern haben sich nach Erkenntnissen des hessischen Verfassungsschutzes rund 20 aktiv an den Kämpfen beteiligt oder hierfür eine Ausbildung absolviert. Diese Gruppe stelle die Sicherheits- und Justizbehörden des Bundes und der Länder vor besondere Herausforderungen.

Das Hessische Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum (HETAZ) befasse sich auch mit diesen Personen. Bei dieser Kommunikations-, Informations- und Kooperationsplattform arbeiten das hessische Landeskriminalamt, die Staatsanwaltschaft Frankfurt, die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das LfV zusammen. Nach Abgaben des Verfassungsschutzes geht es unter anderem um Strafverfolgung, Prävention und die Möglichkeiten einer Deradikalisierung der Rückkehrer.

Innenminister Peter Beuth (CDU) hatte vor wenigen Wochen in einem Zeitungsinterview gesagt, dass solche Rückkehrer, bei denen es Erkenntnisse über Beteiligungen an Kampfhandlungen gebe, in Haft seien. Nach der ersten Rückholaktion von Kindern deutscher IS-Anhänger sei auch eines davon in Hessen geblieben, hatte Beuth gesagt. "Bei den Kindern ist das erstmal keine Sicherheitsfrage, sondern eine Frage der Fürsorge." Im August waren drei Kinder am Flughafen Frankfurt mit einer Maschine aus dem irakischen Erbil eingetroffen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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