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Chemiewaffenreste in der Heide: Sanierung hat begonnen

Munster  

Chemiewaffenreste in der Heide: Sanierung hat begonnen

16.09.2019, 11:42 Uhr | dpa

Chemiewaffenreste in der Heide: Sanierung hat begonnen. Chemiewaffenreste in der Lüneburger Heide

Journalisten und Gäste besichtigen ein Zelt, in dem die Arbeiten zur Öffnung des Dethlinger Teiches erfolgen soll. Foto: Philipp Schulze (Quelle: dpa)

Nach dem Fund von Resten chemischer Kampfstoffe im Grundwasser bei Munster haben die Arbeiten am zugeschütteten Dethlinger Teich wie geplant begonnen. Das teilte eine Sprecherin des Heidekreises am Montag mit. Experten sollen feststellen, welche Gefahren von den dort entsorgten Altlasten ausgehen. Es könnte eine der bundesweit größten Altlasten chemischer Kampfstoffe sein, hieß es Anfang September. Vergleichbares sei in ganz Europa nicht bekannt.

Die ersten Tage seien für die Einarbeitung der Beteiligten einschließlich weiterer Rettungsübungen vorgesehen, sagte die Sprecherin. Testweise werde dabei auch Material ausgehoben, aber zunächst nicht aus dem Untergrund des Teiches. Nach derzeitiger Planung soll erst vom Montag kommender Woche (23. September) an mit dem Aushub der 1952 aufgebrachten Deckschicht begonnen werden. Diese enthalte aber vermutlich keine Munition. "Mit dem ersten Munitionsfund rechnen wir erst Anfang Oktober", sagte sie.

Wegen der Arbeiten ist die an dem Gelände vorbeiführende B71 seit Freitag in dem betroffenen Gebiet gesperrt. Nach derzeitiger Planung soll sie erst kurz vor Weihnachten frei gegeben werden, bis dahin sollen die Arbeiten zunächst dauern. Eine Gesamtsanierung könnte noch Jahre brauchen und mehr als 50 Millionen Euro kosten, hatte Landrat Manfred Ostermann (parteilos) gesagt.

Im Grundwasser waren zuvor unter anderem Abbauprodukte von Lost gefunden worden, also Senfgas. Nach 1945 wurden in dem Teich jahrelang Munitionsvorräte der Wehrmacht und andere Funde versenkt. Unbekannt ist aber bislang, was genau dort liegt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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